Jemen
Chronologie eines bewaffneten Konfliktes:





JEMEN nach dem Anschlag auf PRÄSIDENT SALEH.
5. Juni
Die Situation im Jemen ist nach der vorübergehenden Ausreise des Präsidenten Saleh nach Saudi-Arabien, um sich dort einer Operation im Brustbereich zu unterziehen, chaotisch geworden. Die Bevölkerung feiert bereits jetzt zusammen mit Militärs den Regimewechsel, doch dieser Machtwechsel ist eigentlich noch nicht da. Saleh wird während seiner Abwesenheit von Vizepräsident Abdel Rabbo Mansur Hadi vertreten, der sich wenige Stunden nach der Ausreise Salehs mit dem US-Botschafter traf, um die Lage im Land zu besprechen. Demonstranten fordern die Bildung eines Übergangsrates mit Bürgern, die nicht dem jetzigen Regime angehören.
4. Juni
Der jemenitische Präsident ist offenbar bei dem gestrigen Anschlag (03. Juni) schwerer verletzt worden als zunächst angenommen.
Nach Angaben des britischen Rundfunksendern BBC hat Präsident Saleh Verbrennungen zweiten Grades im Brustbereich erlitten und hat zudem ein 7,6 Zentimeter langen Munitionssplitter in der Nähe der Herzgegend stecken. Präsident Saleh hat Berichten zufolge eine Einladung des saudischen Königs Abdullah angenommen, um sich in Saudi-Arabien ärztlich behandeln zu lassen. Wegen der zunehmenden Gewalt im Jemen hat Deutschland nun angekündigt seine Botschaft im Jemen schließen zu wollen. Deutsche Bundesbürger werden gebeten, das Land umgehend zu verlassen. Auch andere EU Staaten fordern ihre Landsleute zur Ausreise auf. Außenbeauftragte Catherine Ashton möchte alles in die Wege leiten, um eine gemeinsame Evakuierung der EU-Staatsbürger zu erleichtern. Saudi-Arabien ist es offenbar gelungen zwischen den Streitkräften Salehs und der Stammesvereinigung eine Waffenpause zu vermitteln. Es bleibt zu hoffen, dass diese länger andauert, wie die zuletzt geschlossene, die gerade mal einen Tag hielt.
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