29.11.2024
Der scheidende US Präsident Joe Biden plant offenbar so
kurz vor dem Ende seiner Amtszeit noch ein umfangreiches Waffenpaket im Wert von 725 Millionen Dollar für die Ukraine. Bidens Nachfolger Trump ebenso wie Elon Musk steht den US-Milliardenhilfen für die ukrainische Armee kritisch gegenüber. Viele Unterstützerstaaten befürchten, dass die Ukraine angesichts wohl demnächst ausbleibender Finanz- und Militärhilfe aus den USA gezwungen sein könnte, auf von Russland besetztes Territorium zu verzichten.
Am Donnerstagabend kurz vor Mitternacht war in Kiew wieder Flugabwehrfeuer zu hören. Abstürzende Trümmer sollen demnach eine Poliklinik sowie umliegende Gebäude beschädigt haben. Wie die ukrainische Luftwaffen mitteilte, wurden Schwärme von unbemannten Flugobjekten auch
über den Gebieten Sumy, Tschernihiw, Poltawa und Kirowohrad geortet. Auch die Küste bei Odessa wurde offenbar von russischen Drohnen vom Schwarzen Meer kommend angegriffen. Am Donnerstagmorgen hatte Russland mit etwa 90 Raketen sowie fast 100 Drohnen einen der schwersten Angriffe seit Kriegsbeginn geflogen. Ziel der Angriffe war das ohnehin schon schwer beschädigte Energiesystem des Landes. Hunderttausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Am Freitag haben die ukrainischen Energieversorger Stromabschaltungen angekündigt, um das System zu stabilisieren.
Russlands Präsident Putin hat bereits in Kürze
weitere An-griffe auf Militärobjekte, Unternehmen der Rüstungswirt- schaft oder Entscheidungszentren in Kiew angekündigt.
Das ukraine Militär hat unterdessen weiterhin Nachwuchs-probleme. Bereits in diesem Jahr wurde das Mobilisierungs-alter von 27 auf 25 Jahre herabgesetzt, um mehr Soldaten für ihre Armee zu gewinnen. Nach Ansicht von Selensky fehlt es an Ausrüstung und Waffen, um bereits mobilisierte Soldaten auszustatten. Zuletzt hatte er ein umstrittenes Gesetz unterzeichnet, wonach ein einmaliges Desertieren von Soldaten bei einer freiwilligen Rückkehr in den Militärdienst straffrei bleibt.
Der neue Haushalt der Ukraine für das Jahr 2025 sieht Ausgaben von 3,6 Billionen Hrywnja (etwa 82 Milliarden Euro) vor. Knapp zwei Drittel davon sind für Verteidigung und Rüstung vorgesehen. Dies sind 2,23 Billionen Hrywnja. Die Ukraine erwartet für das kommende Jahr Einnahmen von 2,05 Billionen Hrywnja. Für die Ukrainerinnen und Ukrainer ebenso wie für Unternehmen werden die Steuern schon ab November stark erhöht. Der Fehlbetrag ist jedoch immens. Daher ist das Land auf ausländische Finanzhilfe angewiesen.
Norwegen hat bereits angekündigt die Ukraine im nächsten Jahr mit mindestens 35 Milliarden norwegischen Kronen unterstützen zu wollen. Das sind umgerechnet knapp drei Milliarden Euro.
Donald Trumps baldiger Sondergesandter für den Ukraine-Krieg, Keith Kellog, hat offenbar bereits einen Plan, wie der Ukraine-Krieg in Kürze beendet werden soll. Die Einigung sieht allerdings vor, dass die Ukraine Teile ihres Territoriums an Russland abtritt. Im Gegenzug möchte die USA die Ukraine weiterhin bewaffnen und ihre Verteidigung stärken, um sicherzustellen, dass Russland keine weiteren Vorstöße unternimmt und nach einem Waffenstillstand oder Friedens-abkommen nicht wieder angreift. Desweiteren soll eine de-militarisierte Zone im Osten der Ukraine unter der Kontrolle Russlands entstehen.
Auch soll die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine im Gegenzug für ein umfassendes Friedensabkommen mit Sicherheits-garantien für einen längeren Zeitraum ausgezusetzt werden.
26.11.2024
Die Ukraine soll mit den US-amerikanischen ATACAMS Raketen eine S-400-Flugabwehrstellung und einen Flugplatz in der Region Kursk angegriffen haben. Das russische Verteidigungsministerium räumte auf seinem Telegramkanal ein, mindestens drei der weitreichenden Raketen bei den Angriffen nicht abgefangen zu haben.
23.11.2024
Im Osten der Ukraine liefern sich vorrückende russische Truppen und ukrainische Verteidiger weiter heftige Kämpfe.
Im Frontabschnitt Pokrowsk im Gebiet Donezk wurden 44 Angriffe registriert. Nahe der Stadt Kurachowe wurden
36 russische Sturmangriffe gezählt. Bei Welyka Nowosilka im Süden des Gebietes Donezk verlieren die Ukrainer offenbar Gebiete, die sie bei ihrer Sommeroffensive 2023 mühsam zurückerobert hatten. Auch in der Bergbaustadt Torezk berichten russische Militärblogger vom Vordringen ihrer Truppen.
Die Ukraine meldet unterdessen den erfolgreichen Beschuss des
Hafens in der russisch besetzten Stadt Berdjansk am Asowschen Meer mit einer Lenkrakete. Am Freitagabend kurz vor Mitternacht war dort Berichten zufolge eine laute Explosion zu hören gewesen. Berdjansk war nach Mariupol der zweitwichtigste Hafen der Ukraine am Asowschen Meer gewesen.
Russland hat zuletzt eine neue Mittelstreckenrakete mit dem Namen ´Oreschnik´ ( zu deutsch: Nussstrauch) gegen die ukrainische Millionenstadt Dnipro eingesetzt. Diese soll mit Hyperschallgeschwindigkeit fliegen und unerreichbar für Flugabwehrsysteme sein. Putin möchte diese schon bald in Serie produzieren.
EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola hat sich nach der Freigabe von US-Raketen mit größerer Reichweite für den Einsatz gegen Ziele in Russland für eine rasche Lieferung
auch von deutschen Taurus-Marschflugkörpern an die
Ukraine ausgesprochen.
17.11.2024
In der Nacht und in den Morgenstunden hat Russland einen der schwersten Luftangriffe auf die Ukraine seit Kriegsbeginn ausgeführt. Russland setzte dabei mehr als 120 Raketen und Marschflugkörper sowie 90 Drohnen ein. Auch wenn die ukrainische Flugabwehr in 140 Fällen erfolgreich abwehren konnte, so wurde dennoch erneut die Energieinfrastruktur des Landes getroffen. Bei den Angriffen wurden offenbar auch einzelne Wohnhäuser, ein Hochhaus, ein Einkaufszentrum und eine Reihe von Autos beschädigt. Hauptziel der Angriffe waren die südukrainischen Großstadt Mykolajiw, Dnipropetrowsk und Lwiw in der Westukraine. Vereinzelte Explosionen wurden aber auch in Saporischschja, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa gemeldet.
Erst kürzlich hatte Scholz mit Russlands Präsident Putin über den krieg in der Ukraine telefonisch gesprochen. Bei dem ersten Gespräch mit Russlands Präsident Putin seit fast zwei Jahren forderte Scholz Medienberichten zufolge den Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine und Verhandlungen. Der Kremlchef bestand erneut auf den bekannten Moskauer Vorbedingungen für Friedensgespräche. Dazu zählen Gebietsabtretungen der Ukraine an den Nachbarn Russland sowie der Verzicht des Landes auf Nato-Mitgliedschaft.
Im Osten muss die Ukraine weiitere Rückschläge in Form von Gebietsverlusten hinnehmen. Seit dem Fall der Festungs-anlagen von Awdijiwka sind russische Truppen rund 40 Kilometer vorgerückt. Militärexperten gehen davon aus, dass auch die strategisch wichtige Stadt Kurachowe kurz vor der Eroberung durch russische Truppen steht.
Auch zeichnet sich i
n der von Ukrainern besetzten westrussischen Region Kursk eine Gegenoffensive ab. Nach Erkenntnissen sowohl westlicher als auch ukrainischer Militärexperten hat Russland bereits knapp 50.000 Soldaten zusammengezogen, unter ihnen auch über 10.000 nordkoreanische Kämpfer. Medienberichten zufolge haben
die russischen Truppen bei bisherigen Angriffen auf die ukrainischen Stellungen hohe Verluste erlitten.
12.11.2024
Militärexperten erwarten schon bald eine russische Gegenoffensive bei Kursk. Zur selben Zeit macht Trump einen scharfen Kritiker der US-Hilfen zum Sicherheitsberater.
Selensky hofft angesichts der zu erwartenden Gegenoffensive Russlands im russischen Grenzgebiet bei Kursk ein Umdenken bei den westlichen Partnern. So drängt er darauf, dass diese den Einsatz der von ihnen zur Verfügung gestellten Langstreckenwaffen gegen Ziele tief in russischem Gebiet erlauben. Bislang setze die Ukraine lediglich Kampfdrohnen gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet ein. Russland hat offenbar im Frontgebiet Zehntausende Soldaten zusammengezogen, darunter auch die kürzlich eingetroffenen Truppen aus Nordkorea. Einige der rund 11.000 nordkorean-ischen Soldaten im russischen Grenzgebiet Kursk sollen Medienberichten zufolge bereits in Kämpfe mit der ukrainischen Armee verwickelt sein.
Nach einer aktuellen Greenpeace Studie ist die NATO
Russland militärisch deutlich überlegen. So geben die Nato-Staaten derzeit etwa zehnmal so viel Geld für ihre Streitkräfte aus wie Russland (1,19 Billionen US-Dollar verglichten mit 127 Milliarden US-Dollar). Auch unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Kaufkraft bleibt das deutliche Übergewicht zugunsten der NATO bestehen
(430 Milliarden US-Dollar verglichen mit 300 Milliarden US-Dollar). Bei Großwaffensystemen übertrifft die NATO
Russland gemäß der Studie mindestens dreifach. Während
die Nato-Staaten über 5.406 Kampfflugzeuge verfügen, wovon allein 2.073 in Europa stationiert sind, besitzt Russland lediglich 1.026 davon. Lediglich bei strategischen Bombern erreicht das Arsenal Russlands beinahe das von
den USA. Gravierend scheint zudem der in vielen Waffen-bereichen vorherrschende technologische Rückstand Russlands auf die Nato zu sein. Dieser soll kaum innerhalb eines Jahrzehnts aufzuholen sein. Einen deutlichen Vor-sprung hat die NATO gemäß der STudie wohl auch bei der Zahl der bewaffneten Soldaten sowie der Einsatzbereitschaft.
weitere Informationen (Ukraine Krieg Oktober 2024)>>
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