IRAN
Aktuelle Meldungen vom Persischen Golf
20.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Die israelische Luftwaffe hat laut Berichten vom 20. März erstmals Ziele im Norden des Iran angegriffen. Berichten zufolge setzt Israel bei seinen Angriffen Tarnkappen-technologie (Stealth) ein. Somit sind die angreifenden Kampfflugzeuge auch für recht moderne Radarsysteme, einschließlich der russischen S-300- und S-400-Systeme, äußerst schwer zu entdecken. Zudem hatte Israel bereits im Vorfeld oder zu Beginn der Angriffe gezielt die iranische Flugabwehr, insbesondere die russischen S-300-Systeme, mit weitreichenden, radareinzugsweichenden Raketen zerstört. Dies gelang auch, weil die im Iran stationierten russischen Systeme teilweise nicht voll in ein integriertes Luftverteidigungsnetzwerk eingebunden waren, was es israelischen Kampfflugzeugen leicht machte, Lücken in der Luftverteidigung zu finden und auszunutzen. Israel verfügt über detaillierte Aufklärung über die Standorte iranischer Luftabwehrbatterien. Bei den Luftangriffen nutzt Israel fortschrittliche elektronische Kampfführung, um Radarsysteme zu stören und zu täuschen.
Israel setzte seine massiven Luftangriffe auf Beirut und den Südlibanon fort. Mittlerweile sollen über 1.000 Menschen im Libanon seit Beginn der Eskalation getötet worden sein.
Der Iran-Krieg kostet die USA wohl pro Tag eine Milliarde Dollar. Das Pentagon will nun zusätzliche 200 Milliarden Dollar vom Kongress. Dies sei nur ein "kleiner Preis",wie US-Präsident Trump mitteilte. US Verteidigungsminister Pete Hegseth kommentierte seine Forderung nach mehr Geld damit, dass es halt Geld koste, die Bösen zu bekämpfen. Im aktuellen Haushaltsjahr stehen dem Pentagon regulär rund 870 Milliarden Dollar zur Verfügung. Zur Einordnung: 200 Milliarden Dollar ist etwa das Doppelte dessen, was Deutschland im vergangenen Jahr für die Verteidigung ausgegeben hat. Politiker der Demokraten reagierten empört auf die Forderung aus dem Pentagon und rechneten vor, was sich mit diesem Geld sonst so bezahlen ließe. Die Angriffe von Iran und seinen Verbündeten auf die Ölinfrastruktur in der Region intensivieren sich.
Bei einem Raketenangriff am Morgen des 20. März auf
die israelische Ölraffinerie in Haifa kam es zu Schäden an der elektrischen Infrastruktur auf dem Gelände der Oil Refineries Ltd (ORL). Laut Energieministerium ist der Schaden jedoch nicht "signifikant".
Bei einem iranischen Raketenangriff sollen in Ramat Gan im Großraum Tel Aviv zwei Menschen getötet worden sein.
In Rehovot (Zentralisrael) verursachten herabstürzende Trümmerteile einer abgefangenen iranischen Rakete Schäden an einem Wohnhaus. Verletzt oder getötet wurde dabei niemand. Am Flughafen Ben Gurion gibt es Berichte über Schäden an drei Privatjets, die durch herabfallende Abfangtrümmer bei den jüngsten Raketenwellen beschädigt wurden.
Der iranische Pressesprecher der Revolutionsgarden Ali Mohammed Naini soll bei einem israelischen Luftschlag ums Leben gekommen sein.
Derweil hat der Iran Israel am Morgen und am Vormittag (Ortszeit) mit Raketen angegriffen. In Israels Hauptstadt Tel Aviv mussten sich die Menschen erneut in Schutz-räume begeben. Im Großraum der Küstenmetropole wurde laut Polizei ein Haus getroffen und beschädigt.
Bei Drohnenangriffen am frühen Freitagmorgen (ca. 06:21 Uhr Ortszeit) geriet die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait in Brand.
Die Zerstörungen am Gas-Knotenpunkt Ras Laffan
in Katar scheinen erheblich zu sein. Schäden durch Raketentreffer am Mittwoch und Donnerstag haben die LNG-Exportkapazität des Landes um 17 % reduziert. Angaben zufolge werden die Reparaturen laut QatarEnergy voraussichtlich drei bis fünf Jahre dauern.
In den frühen Morgenstunden des 20. März wurden Explosionen und Brände aus Bahrain, Saudi-Arabien (nahe der Grenze) und Dubai gemeldet. Im Oman wurden den Berichten zufolge die Häfen von Duqm und Salalah von Drohnen getroffen, wobei mindestens ein Treibstofftank in Duqm beschädigt wurde. Iranische Drohnen haben zudem erneut die Mina Al-Ahmadi-Raffinerie in Kuwait angegriffen, was zu Feuern in mehreren operativen Einheiten führte.
Der reguläre Flugverkehr nach Dubai, Abu Dhabi und Katar wurde am 20. März weitgehend eingestellt; tausende Reisende sitzen in den Terminals fest. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben eine neue Welle von 4 ballistischen Raketen und 26 Drohnen aus dem Iran abgefangen.
Da ist Straße von Hormus für westliche Schiffe faktisch blockiert ist, meiden Reedereien wie Maersk und Hapag-Lloyd die Region weitestgehend und nutzen längere Ausweichrouten um das Kap der Guten Hoffnung.
Die Preise für Rohöl und Erdgas stiegen nach den schweren Angriffen auf die Erdgas- und Ölinfrastruktur in der Golfregion erneut sprunghaft an.
Berichten zufolge haben drei Tanker der staatlichen iranischen Reederei die Straße von Hormus mit Rohöl verlassen. Andererseits gibt es bereits unzählige Berichte über getroffene Tanker im Zuge der Auseinander-setzungen.
19.03.2026
Bei den iranischen Gegenangriffen am Donnerstag
(19. März) gab es laut Magen David Adom vier Verletzte, darunter ein Mann in kritischem Zustand, der per Hubschrauber in das Rambam Medical Center geflogen wurde.
18.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Der im US-israelischen Krieg gegen den Iran eingesetzte US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" muss nach einem Feuer an Bord vorübergehend die Souda-Bucht auf Kreta anlaufen. Es heißt, die Besatzung des Schiffs habe zuvor rund 30 Stunden gegen die Flammen gekämpft, um diese unter Kontrolle zu bringen. Fast 200 Seeleute müssen den Angaben zufolge wegen Rauchvergiftungen behandelt werden.
Nach übereinstimmenden Berichten ist Irans Geheimdienstminister
Esmail Chatib am 18. März 2026 bei einem israelischen Angriff getötet worden.
Ökologische Folgen des israelischen Angriffs
auf das South Pars Gasfeld
Der israelische Luftangriff vom
18. März 2026 auf das Gasfeld South Pars und das Onshore-Verarbeitungs-zentrum in Asaluyeh hat massive ökologische und klimatische Folgen. Da primär die Förderinfrastruktur ("Upstream") getroffen wurde, treten enorme Mengen an Erdgas aus. Methan ist ein extrem potentes Treibhausgas, welches ca. 25-mal klimaschädlicher als CO2 über 100 Jahre ist. Durch de Brände in den petrochemischen Anlagen und Verarbeitungsstationen sind große Mengen Ruß, Stickoxide und Schwefeldioxid in die Atmosphäre gelangt. Die Sorge vor einer großflächigen Verschmutzung des Persischen Golfs durch austretende Kondensate und chemische Stoffe aus den beschädigten Anlagen ist derzeit groß. Die Anlagen waren zur Brandbekämpfung vorübergehend komplett abgeschaltet worden.
Zwar sind die Feuer in den Landanlagen von Asaluyeh weitgehend unter Kontrolle gebracht oder gelöscht worden doch Berichten zufolge treten weiter große Mengen an Gas aus, da die Beschädigungen an den Bohrinseln und Leitungen unter Wasser schwer zu versiegeln sind. Die Reparatur wird durch die laufenden Kriegshandlungen, westliche Sanktionen gegen Ersatzteile sowie die Komplexität der Offshore-Technik massiv erschwert. Es wird vermutet, dass etwa 12 % der gesamten iranischen Gasproduktion durch den Angriff dauerhaft oder langfristig ausfallen wird.
Die Börsen reagierten nach Bekanntwerden des Angriffs auf das South Pars Gasfeld mit starken Kursverlusten, weil erstmals die direkte Förderung am weltweit größten Gasreservoir Ziel militärischer Operationen wurde.
Wegen des Angriffs auf das iranische Gasfeld
South Pars am 18. März 2026 gab es sowohl regionale Proteste als auch deutliche Reaktionen von internationalen Organisationen und Aktivisten. Es kam zu spontanen Protesten der Anwohner in der Region um das Gasfeld.
Umweltorganisationen wie Greenpeace äußerten sich zutiefst besorgt wegen der Freisetzung giftiger Substanzen und Klimagase. Gruppen wie Extinction Rebellion nutzen die Eskalation im Iran, um auf die Gefahren fossiler Infrastruktur aufmerksam zu machen.
Die USA stellten klar, dass Israel für den aktuellen Militärschlag gegen das South Pars- Gasfels verantwortlich
sei. Zugleich aber warnte US Präsident Trump dem Iran mit der vollständigen Zerstörung dieses Gasfeldes , falls dieser die Erdgasinfrastruktur von Katar erneut angreife.
Die Preise für Erdgas und Rohöl stiegen unmittelbar nach Bekanntwerden des Angriffs weltweit massiv an.
17.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Der einflussreiche iranische Funktionär und Generalsekretär des Sicherheitsrats Ali Laridschani ist bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben gekommen.
Israels Streitkräfte haben zudem mitgeteilt, den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet zu haben.
ln Israel ertönten wegen iranischer Angriffe am frühen Dienstagmorgen mindestens zweimal Sirenen.
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sieht aktuell noch keine größeren Fluchtbewegungen in Richtung Europa.
In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in der katarischen Hauptstadt Doha waren einem AFP-Journalisten zufolge mehrere Explosionen zu hören gewesen.
Nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) ist ein Tanker vor der Küste des Oman von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden.
Die Schäden scheinen aber nur gering zu sein.
Die Luftfahrtgesellschaften Emirates und Qatar Airways verzeichnen schon jetzt aufgrund der Luftraumsperrungen und Flugausfälle Verluste in Milliardenhöhe.
16.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Nach Angaben der USA ist die Zahl der seit dem Beginn des Iran-Kriegs verletzten US-Soldaten auf etwa 200 gestiegen.
Die Union hat derweil mehr als 450 Millionen Euro bereitgestellt, um humanitäre Projekte im Nahen Osten zu unterstützen. Das Geld ist für Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, im Libanon sowie in den palästinensischen Gebieten vorgesehen. Der größte Teil der Summe, 210 Millionen Euro, ist für Syrien vorgesehen, wo derzeit mehr als 16 Millionen Menschen dringende Unterstützung brauchen. 124 Millionen Euro gehen an die palästinensischen Gebiete und rund 100 Millionen Euro an den Libanon. Die Hilfsgelder sind unter anderem für Lebensmittel, medizinische Versorgung, Unterkünfte und Bildungsprogramme für Kinder vorgesehen.
Salvador Gutierrez, Repräsentant der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Teheran berichtete, dass Tausende Familien vor den Angriffen geflohen sein, viele davon in den Norden des Iran. Nach Angaben eines UN-Vertreters sollen bislang fast 22.000 zivile Gebäude im Land beschädigt worden sein - insgesamt mehr als 17.000 Wohneinheiten.
US Präsident Trump drängt die NATO Partner wie Frankreich und Großbritannien aber auch zahlreiche andere Staaten wie China, Japan, Südkorea bei der Sicherung von Öltransporten durch die Straße von Hormus behilflich zu sein.
Erste Reaktionen aus Japan sind zurückhaltend. Aus Tokio heißt es, man habe unter den derzeitigen Sicherheits-bedingungen keine Pläne, Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden. Auch Australien will vorerst kein Schiff in die Straße von Hormus entsenden.
Frankreich hat grundsätzlich seine Bereitschaft erklärt, beim Begleitschutz für Handelsschiffe
behiflich zu sein, doch möchte Frankreich nur zusammen mit anderen Ländern und mit gewisser Vorlaufzeit eine solche Mission zusammen mit anderen eingehen. So stellte Frankreichs Präsident Macron klar, dass die Koordination mehrerer Marinen und mehrwöchige Vorarbeit nötig sei, um solche Eskorten zu gewährleisten.
Großbritanniens Premier Starmer stellte klar, dass die Sicherung der Straße von Hormuz nicht die Aufgabe der NATO sei. Zwar möchte Starmer einen Beitrag zur Öffnung der Straße von Hormus leisten, jedoch möchte auch GB nicht in den Krieg der USA und Israels mit dem Iran hineingezogen werden. Daher wird die Entsendung von britischen Kriegsschiffen derzeit als unwahrscheinlich angesehen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat einem Militäreinsatz in der Straße von Hormus bereits eine Absage erteilt. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die Forderung von US Präsident Trump nach einer Entsendung von Kriegs-schiffen zur Sicherung der umkämpften Straße von Hormus zurückgewiesen. Er stellte klar, dass dieser Krieg nicht von Deutschland begonnen wurde und dass die Bundesregierung an diplomatische Lösungen und an einem schnellen Ende des Krieges interessiert sei.
Experten halten eine direkte chinesische Beteiligung in der Straße von Hormus für unwahrscheinlich. Stattdessen dürfte China eher seine diplomatischen Beziehungen zum Iran nutzen, um seine Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Amnesty International fordert weiterhin eine umfassende unabhängige Untersuchung des tödlichen US-Luftangriffs auf die Shajareh Tayyebeh Grundschule in Minab im Iran.
Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran ist iranischen Angaben zufolge ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert worden. Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure sollen dabei gewaltsam ums Leben
gekommen sein. Durch die Druckwelle der Explosion wurden offenbar auch Gebäude in unmittelbarer Nähe beschädigt. Es heißt, dass Splitter Passanten in der Nähe der Detonation in den Tod gerissen und verletzt hätten. Israel sprach von einer erneuten "großangelegten Angriffswelle" in den Städten Teheran, Schiras und Tabris. Armeeangaben zufolge hat Israels Luftwaffe auch eine Anlage zerstört, in der der Iran Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll.
Der Iran hat im Krieg vor militärischen Täuschungsmanövern durch Israel und die USA gewarnt. Außenamtssprecher Ismail Baghai meinte, es sei denkbar, dass die USA oder Israel in naher Zugriff "Angriffe unter falscher Flagge" ausführten.
Die mit dem Iran verbündete Miliz Saraja Aulija al-Dam gab an, einen US-Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens von Bagdad mit Raketen angegriffen zu haben. Das irakische Militär bestätigte zwar einen Angriff mit fünf Raketen auf das Gebiet rund um den Flughafen von Bagdad, von getöteten US Soldaten war allerdings nichts zu hören. Es sollen jedoch bei dem Angriff mehrere Sicherheitskräfte, Flughafen-mitarbeiter und ein Ingenieur verletzt worden sein.
Im Libanon wie auch anderswo in der Region scheint die Situation der Zivilbevölkerung besorgniserregend zu sein.
Bundesaußenminister Johann Wadephul sprach allein
im Libanon von mittlerweile fast 800.000 Binnenvertriebenen.
Am Morgen ist der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai auf 104,61 US-Dollar gestiegen.
In der Öl-Industriezone Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist offenbar nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. In der Nähe des Dubai International Airport soll nach einem Drohnenangriff ein Feuer in einem Treibstofflager ausgebrochen sein. Infolgedessen mussten zahlreiche Flüge an dem so wichtigen Drehkreuz in der Region umgeleitet oder gestrichen werden. Stundenlang war der Flugverkehr lahmgelegt.
Herabfallende Trümmerteile verursachten Berichten zufolge Sachschäden an Gebäuden in Dubai (nahe Palm Jumeirah und dem Burj Al Arab) sowie in Wohngebieten von Abu Dhabi.
Bei dem Angriff auf das iranische Kriegsschiff "IRIS Dena" am 4. März in internationalen Gewässern vor Sri Lanka sollen laut Armeeangaben mindestens 104 Besatzungsmitglieder gestorben sein.
15.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Am 15. März meldete die Luftfahrtbehörde in Kuwait Schäden am Radarsystem des internationalen Flughafens durch einen Drohnenangriff. Auf der Ali al-Salem Airbase ebenfalls in Kuwait wurde ein Flugzeugunterstand durch eine einschlagende Drohne beschädigt. In den Golfstaaten wurden im Zuge der jüngsten Angriffe insgesamt 7 Todesopfer (darunter 2 Militärangehörige) und 145 Verletzte gemeldet.
13.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Berichten zufolge ist ein US-Betankungsflugzeug vom Typ KC-135 über dem Westen des Irak abgestürzt. Bisher machte die US ARmee keine Angaben zur Anzahl der Personen an Bord des abgestürzten Betankungsflugzeug. Es ist das vierte US-Flugzeug, das seit Beginn des Iran-Krieges abgestürzt ist. Anfang März waren drei US-Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee offenbar versehentlich von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschos-sen worden. Die Piloten konnten sich aber retten.
Umwelt- und Klimaaktivisten sowie internationale Organisationen warnen angesichts der brennenden Ölanlagen im Iran und der Angriffe im Golf vor einer ökologischen Katastrophe. Klimaaktivisten, darunter Gruppen wie Fridays for Future und lokale Ableger im Nahen Osten, weisen darauf hin, dass die brennenden Ölfelder in Assaluyeh und South Pars gigantische Mengen an Treibhausgasen freisetzen. Klar ist, dass dieser Krieg die globalen Klimabemühungen um Jahre zurückwirft. So werden Stimmen laut, welche die gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur als eine Form von Umweltkriegs-führung bezeichnen. Aus diesem Grund forden sie, dass die Zerstörung von Ölanlagen als Kriegsverbrechen gegen die Umwelt (Ökozid) gewertet wird, da die Langzeitschäden (Bodenvergiftung, Artensterben) die Zivilbevölkerung noch Jahrzehnte nach dem Krieg belasten werden.
Auch Greta Thunberg meldete sich in letzer Zeit wiederholt zu Wort. Sie verurteilte die gezielten Angriffe auf iranische Ölanlagen als Verbrechen an der Natur (Ökozid). Auf Social Media stellte sie klar, dass die massiven Emissionen durch brennende Ölfelder und der Einsatz schwerer Waffen die Klimakatastrophe massiv beschleunigen. Den beteiligten Mächten wirft sie vor, das Überleben künftiger Generationen für geopolitische Machtspiele zu opfern. In den letzten Tagen nahm sie wiederholt an Mahnwachen und Demonstrationen teil, oft vor Parlamenten oder UN-Gebäuden, und hielt dabei Schilder mit Aufschriften hoch wie "Climate Justice is Peace".
Umweltorganisationen wie Greenpeace und regionale NGOs im Oman und den VAE warnen vor einer möglichen Ölpest im Persischen Golf. Durch Angriffe auf Tanker und Förderplatt-formen tritt Rohöl aus, das die Korallenriffe und die Artenvielfalt im flachen Golf bedroht.
Israels Luftstreitkräfte haben angekündigt, am heutigen Tag die Infrastruktur "des iranischen Terrorregimes in Teheran" massiv anzugreifen. Tatsächlich wurde
Teheran am frühen Morgen von mehreren ungewöhnlich heftigen Explosionen erschüttert. Die Schäden an der iranischen Infrastruktur sollen erheblich sein und betreffen auch strategische Schlüsselsektoren. US-Quellen berichten von der Zerstörung zahlreicher Atomanlagen. Zerstörungen werden vom Kraftwerk Natanz berichtet. Auch soll es schwere Schäden in Fordow geben. Bereits gestern wurde eine Anlage des iranischen Atomprogramms am Standort Taleghan angegriffen. Angriffe auf Öl-Förderfelder wie South Pars sowie Anlagen in Assaluyeh und Bandar Abbas führten bereits zu erheblichen Produktionsausfällen. Über dem Osten und dem Norden der Stadt Teheran stiegen schwarze Rauchwolken auf. Über Teheran und anderen Großstädten des Iran hängt inzwischen eine dichte Glocke aus Ruß und Schwefel, die akute Atemwegserkrankungen auslöst.
Obwohl weite Teile der israelischen Gesellschaft die Militäroperationen gegen den Iran unterstützen, haben sich in den letzten Tagen in mehreren Städten Israels Menschen versammelt, um ein Ende der Gewalt zu fordern. Die israelische Polizei löste bereits mehrere Versammlungen unter Hinweis auf die öffentliche Sicherheit gewaltsam auf. In Tel Aviv wurden Proteste oft schon nach kurzer Zeit beendet und es kam zu Verhaftungen von Aktivisten
Im Oman sind offenbar zwei Menschen durch eine herabstürzende Drohne ums Leben gekommen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Fassade eines Gebäudes im Zentrum von Dubai von herabfallenden Trümmern eines abgefangenen Geschosses beschädigt worden. Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge dutzende Drohnen in saudiarabischen Luftraum abgefangen. Bei einem Angriff auf stationierte französische Truppen im Irak ist ein Soldat getötet worden.
Wegen des stark gestiegenen Ölpreises infolge des Iran Krieges hat die US Regierung anderen Ländern für eine befristete Zeit erlaubt, russisches Öl kaufen, welches sich bereits auf Schiffen befindet. Diese Ausnahme bei den gegen Russland verhängten US-Sanktionen soll bis 11. April gelten - vermutlich sehr zur Freude Russlands.
Am 13. März scheiterten zwei Resolutionsentwürfe im UN-Sicherheitsrat. Eine von den USA unterstützte Resolution zur Verurteilung der iranischen Angriffe erhielt keine Mehrheit, ebenso wie ein russischer Gegenentwurf.
Laut iranischen UN-Botschafter und Berichten von Al Jazeera sind seit Beginn der Angriffe am 28. Februar über 1.348 Zivilisten im Iran getötet worden. Allein gestern (12. März) meldete der Iran den Tod von mindestens 138 Menschen durch israelische Luftschläge.
Israel beklagt mindestens 15 getöteten Zivilisten und über 2.000 Verletzten seit Kriegsbeginn durch iranische Raketenangriffe. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden laut Daily Reports rund 181 Zivilisten bei Einschlägen in Zentralisrael (u. a. Tel Aviv und Beit Shemesh) verletzt.
12.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Am Donnerstag wurde ein 14-stöckiges Wohnhausin Teheran durch eine Rakete zerstört, wobei laut BBC Verify auch viele Kinder starben. Wegen der Angriffe auf iranische Öl- und Gasanlagen breitet sich Berichten zufolge giftiger Rauch über Teheran aus.
Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei hat sein Land zum Zusammenhalt aufgefordert. Zugleich forderte er die Golfstaaten in der Region auf Ihre Haltung gegenüber den USA zu überdenken und US-Stützpunkte zu schließen.
Er soll schwer verletzt sein. Es gibt auch Gerüchte, dieser sei im Gesicht entstellt und würde sich deshalb nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun mit der Einnahme von weiteren Gebieten gedroht falls die libanesische Regierung nicht in der Lage sei, die Hisbollah davon abzuhalten, auf israelische Ortschaften weiter zu feuern.
Seit
Beginn der Luftangriffe der USA und Israels sind nach UN-Angaben mehr als drei Millionen Menschen vertrieben worden. Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Donnerstag mitteilte, sind mittlerweile zwischen 600.000
und einer Million Haushalte von den Kämpfen betroffen.
Der
internationale Flughafen in Kuwait ist offenbar erneut mit Drohnen angegriffen worden. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs war Kuwait mehrfach das Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen. Am vergangenen Sonntag waren nach Armeeangaben Treibstofflager am Flughafen in Kuwait-Stadt von Drohnen getroffen worden.
Sowohl die New York Times als auch CNN haben unter Berufung auf nicht genannte Quellen zu der Untersuchung rund um den Angriff auf eine Mädchenschule in Manib im Iran berichtet, dass die Schule aufgrund veralteter Geheimdienst-informationen fälschlicherweise mit einem Tomahawk-Marschflugkörper angegriffen worden sei.
Das US-Militär ist die einzige am Irankrieg beteiligte Partei, die über Tomahawks verfügt.
10.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
In den USA haben die oppositionellen Demokraten eine unabhängige Untersuchung der Zerstörung einer iranischen Mädchenschule mit vielen Toten gefordert. Nach vorläufigen Untersuchungsergebnissen könnten veraltete Zieldaten für den Beschuss einer Grundschule im Iran zu Kriegsbeginn verantwortlich sein. Am 28. Februar war diese von einer Rakete getroffen worden. Nach iranischen Angaben sollen bei dem Angriff 168 Menschen getötet worden sein, die meisten davon Schülerinnen
09.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Die militärische und wirtschaftliche Lage in der Golfregion hat sich in der Nacht auf den
9. März 2026 weiter zugespitzt. Israelische Kampfjets haben in der Nacht zum Sonntag mehrere Öldepots rund um die iranische Hauptstadt Teheran bombardiert, was zu massiven Bränden geführt hat. Aufnahmen aus Teheran zeigen, wie eine Ölanlage nach US-israelischen Angriffen in Flammen steht. Dichter schwarzer Rauch steigt über der iranischen Hauptstadt auf. Der israelische Angriff auf die iranischen Ölreserven ist ein ökologisches Desaster. Und die Folgen sind wohl noch jahrzehntelang spürbar.Infolge der massiven Angriffe in der Golfregion sind die Ölpreise massiv ansteigen. Der Preis für ein Barrel Rohöl überschritt die Marke von 100 Dollar, wobei der Iran mit einem weiteren Anstieg auf über 200 Dollar droht. Nach Angaben der iranischen
Halbmond-gesellschaft (Roter Halbmond) wurden seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe Ende Februar bereits ungefähr 4.000 zivile Gebäude beschädigt oder zerstört. Drei Krankenhäuser wurden außer Betrieb gesetzt und 14 weitere Gesundheits-zentren durch die Bombardierungen beschädigt. Rund 528 Geschäftseinheiten wurden laut offiziellem Bericht komplett zerstört. Besonders betroffen sind dicht besiedelte Gebiete in und um Teheran sowie in der Nähe von Militär- und Infrastrukturanlagen. Die Zerstörungen werden oft durch direkte Raketentreffer, aber auch durch Druckwellen und herabstürzende Trümmer abgetrennter Abwehrraketen verursacht.
In der einzigen Ölraffinerie des Inselstaats Bahrain ist ein Feuer ausgebrochen. Dunkle und dichte Rauchwolken steigen in den Himmel. Bahrain meldete in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und mehrere Schwerverletzte. Nach einem Drohnenangriff, der saudi-arabischen Angaben zufolge auf das Ölfeld Schaiba abzielte hat Saudi-Arabien seine Warnungen an den Iran verschärft. In der Stadt al-Chardsch, südöstlich der Hauptstadt Riad, schlug laut Berichten eine mutmaßlich iranische Rakete ein.
Zudem gibt das israelische Militär bekannt, eine Produktionsanlage für Raketenmotoren sowie Abschussplätze für Raketen angegriffen zu haben.
Das Auswärtige Amt hält seine umfassenden Reisewarnungen für fast alle Staaten der Region, einschließlich der VAE, Katar und Saudi-Arabien, aufrecht. Mehrere Kreuzfahrtschiffe in der Golfregion liegen aufgrund der Sicherheitslage in den Häfen fest. Kreuzfahrtreedereien wie TUI (Mein Schiff) haben heute Mittag bekannt gegeben, dass der Betrieb im Persischen Golf komplett eingestellt wird.
Die Eskalation in der Golfregion hat massive unmittelbare Auswirkungen auf die Umwelt und belastet das globale Klima durch zusätzliche Emissionen und zerstörte Ökosysteme.
Die Brände in Öldepots, wie etwa am Shahran-Depot in Teheran, setzen riesige Rauchwolken frei. Diese enthalten giftige Stoffe wie Feinstaub, Stickoxide, Schwefeldioxid und krebserregende Kohlenwasserstoffe. In einem dringenden Appell zum Schutz der Zivilbevölkerung weist Amnesty International darauf hin, dass die Zerstörung von Energie- und Industrieanlagen nicht nur menschliches Leid verursacht, sondern auch die Lebensgrundlagen durch Umweltgifte dauerhaft vernichtet. Greenpeece warnt eindringlich vor einer "ökologischen Zeitbombe" im Persischen Golf. Sie kritisiert insbesondere die Angriffe auf die Ölinfrastruktur und die daraus resultierenden massiven CO2-Emissionen sowie die Gefahr einer großflächigen Ölpest durch festsitzende Tanker.
In
Teheran wird bereits von "schwarzem Regen" berichtet, bei dem sich Ölruß mit Niederschlag vermischt sowohl die Böden sowie Wasserquellen vergiftet. Im Persischen Golf stecken derzeit rund 68 beladene Öltanker fest.
Da die Region fast vollständig von Entsalzungsanlagen abhängig ist, könnte eine Ölpest im Golf die Filteranlagen dieser Anlagen verstopfen und die Trinkwasserversorgung für Millionen Menschen in den Golfstaaten (VAE, Katar, Kuwait) kollabieren
lassen.
Die G7-Staaten beraten über eine Freigabe von Öl aus den Notreserven. Auf Bitten der USA schickt die Ukraine Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen.
Der katarische Premierminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani rhat alle Seiten im Iran-Konflikt zur Deeskalation aufgerufen und zugleich den Iran aufgefordert, alle Angriffe auf die Golfstaaten und andere Länder einstellen, die nicht an diesem Krieg beteiligt sind.
Die schiitischen Partner wie die Huthi-Rebellen im Jemen, die Volksmobilisierungskräfte (PMF), die Hezbollah im Libanon springen dem Iran zwar durch Nadelstiche zur Seite, aber ein koordinierter "Großangriff" aller Gruppen
ist bisher ausgeblieben.
Die schiitischen Milizen des Irak greifen verstärkt US-Stützpunkte im Irak und in Syrien mit Drohnen und Kurzstreckenraketen an. Ziel der schiitischen Milizen ist es, die Logistik der USA in der Region zu stören, um den Druck auf Teheran zu mildern.
Die Huthi Rebellen im Jemen setzen ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt fort und feuern ballistische Raketen Richtung Südisrael
Die Hezbollah im Libanon feuert täglich Raketensalven auf Nordisrael, um die israelische Luftverteidigung zu binden.
Peking betont zwar die Souveränität des Irans, verhält sich aber im Kriegsgeschehen weitgehend passiv. Die Instabilität im Persischen Golf durch iranische Angriffe auf Raffinerien gefährdet Pekings wirtschaftliche Ambitionen, weswegen China ein großes Interesse daran hat, dass die Kämpfe baldmöglichst aufhören.
Russland hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran zwar als "Aggression gegen ein souveränes Land" verurteilt, scheut aber eine direkte Konfrontation mit der NATO. Medienberichten zufolge liefert Russland zwar Geheimdienstinformationen zur Zielerfassung von US-Streitkräften, aber zuletzt verweigerte Russland Teheran offenbar die Lieferung russisch produzierter Shahed-Drohnen, um eigene Bestände für den Ukraine-Krieg zu schonen.
Nordkoreas Machthaber
Kim Jong Un hat zwar mit einem Kriegseintritt gedroht, falls nordkoreanische Bürger im Iran zu Schaden kämen, jedoch gilt eine aktive Beteiligung für unwahrscheinlich. Zu weit ist Nordkorea geografisch vom Iran entfernt, um effektive Unterstützung zu leisten.
> Der Iran Krieg- Chronologie 30.03.- 21.03.2026
> Der Iran Krieg- Chronologie 28.02.- 8.03.2026
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