IRAN
Aktuelle Meldungen vom Persischen Golf
30.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Die Kämpfe in Iran gehen in die fünfte Woche. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat einen von den USA vorgelegten 15-Punkte-Plan am Abend als unrealistisch und äußerst überzogenen zurückgewiesen.
Erneut wurde heute die Hauptstadt Teheran, iranische Energieinfrastruktur und Militärproduktionsstätten im Iran bombardiert. US-Präsident Donald Trump heizt Spekulationen über eine mögliche Bodenoffensive in der Islamischen Republik Iran an. Irans Präsident Massud Peseschkian hat mit harten Vergeltungsschlägen gegen Nachbarländer gedroht, falls die eigene Infrastruktur oder Wirtschaftszentren im Land attackiert werden. Die Kollateralschäden dieser Angriffe werden als immens beschrieben.
In einem Interview mit der Zeitung Financial Times sagte Trump vage: "Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen". Weiter wird er zitiert: "Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort bleiben müssten." Inzwischen soll auch das amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" der US-Marine in der Golfregion eingetroffen sein. Veröffentlichte Fotos zeigten mehrere Seahawk-Hubschrauber auf dem Schiffsdeck sowie Osprey-Flugzeuge, die üblicherweise zum Truppentransport eingesetzt werden. Auf dem Schiff sollen etwa 3.500 Marineinfanteristen und Matrosen sein. US Präsident Trump erwägt offenbar die Entsendung von mindestens 10.000 Soldaten an den Golf.
In nur vier Wochen haben amerikanische Streitkräfte Berichten zufolge mehr als 850 Tomahawk-Raketen verschossen. Insofern entwickelt sich der Krieg gegen den Iran zu einem kostspieligen Unterfangen für die USA. Wie die "Washington Post" zuletzt schrieb, sind die Zahlen alarmierend. So nähere sich das Pentagon dem "Winchester"-Status – ein Militärjargon für "keine Munition mehr" wie es heißt. Jeder Tomahawk kostet jedoch bis zu 3,6 Millionen Dollar und benötigt bis zu zwei Jahre Produktionszeit. Gemäß dem "Wall Street Journal" belaufen sich die Verluste und Beschädigungen in den ersten drei Wochen auf 1,4 bis 2,9 Milliarden Dollar.
Gleich zu Beginn des Krieges gegen den Iran hatte ein kuwaitisches F/A-18 Hornet-Kampfflugzeug versehentlich drei amerikanische F-15E Strike Eagles abgeschossen – Verluste von jeweils 100 Millionen Dollar. Später im Kriegsverlauf hatte ein F-35A Lightning II Tarnkappen-Kampfjet notlanden müssen. Der Iran behauptete kurze Zeit nach dem Vorfall, ihn beschossen zu haben. Der Schaden beläuft sich auf 82,5 Millionen Dollar. Als ein KC-135 Stratotanker-Tankflugzeugs mit einem anderen desselben Typs über dem Iran kollidierte, kamen sechs Besatzungsmitglieder ums Leben. Inzwischen sind fünf weitere KC-135 Flugzeuge im Verlauf des Krieges beschädigt und müssen infolgedessen in Saudi-Arabien repariert werden. Auch die US-Militärinfrastruktur geriet zuletzt häufiger unter Beschuss. So trafen iranische Raketen ein AN/TPY-2 Radar in Jordanien, das Teil des Thaad-Raketenabwehrsystems ist und 300 Millionen Dollar kostet. Der Angriff auf ein AN/FPS-132 Frühwarnradar auf der Al-Udeid Air Base in Katar war noch um einiges kostspieliger. Die Schäden werden auf eine Mrd. US Dollar geschätzt. Zudem gingen über ein Dutzend MQ-9 Reaper-Drohnen verloren. Zumindest acht sollen durch iranische Raketen abgeschossen worden sein.
In den letzten 12 Stunden (Stand 10:30 Uhr) hat sich die Lage im
Irankrieg 2026 weiter zugespitzt. Israel führt offenbar weiterhin Luftangriffe gegen Ziele in Beirut und Teheran durch. Die Hisbollah meldete "direkte Kämpfe" mit der israelischen Armee im Südlibanon. Huthi-Rebellen aus dem Jemen greifen Berichten zufolge derzeit verstärkt mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Südisrael in das Kriegsgeschehen ein.
Berichten zufolge trafen am Morgen Raketen die Martyr Mohammed Alaa Air Base in Bagdad, wobei mindestens ein Flugzeug zerstört wurde. Bei dem zerstörten Flugzeug soll es sich um eine irakische Transportmaschine vom Typ Antonov-132 handeln. Auch wurden mehrere Explosionen auf der U.S. Victory Base am Flughafen Bagdad gemeldet. Die beiden Stützpunkte befinden sich auf demselben weitläufigen Gelände direkt am
Bagdad International Airport (BIAP) im Westen der irakischen Hauptstadt. Es gibt auch
Berichte über einen erneuten Raketenangriff auf den Stützpunkt Al-Asad Air Base (Irak) am Montag. Die Schadensaufnahme läuft noch. Verletzte solle eine keine gegeben haben.
In Kuwait ereignete sich ein Zwischenfall an einer Strom- und Meerwasserentsalzungsanlage. Es entstand erheblicher Sachschaden an einem Servicegebäude. Ein indischer Arbeiter soll dabei ums Leben gekommen sein. Saudi-Arabien fing am Montag fünf ballistische Raketen über der Ostprovinz ab. In Bahrain wurden innerhalb von vier Stunden dreimal die Alarmsirenen aktiviert; die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen.
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf den Süden Israels wurden mindestens elf Menschen verletzt. Medienberichten zufolge wurden mehrere Gebäude in dem Dorf Eshtaol bei dem Einschlag am Samstag schwer beschädigt. Laut dem Rettungsdienst Magen David Adom entstanden die Verletzungen primär durch Druckwellen und umherfliegende Trümmerteile. In weiten Teilen Südisraels wurde wiederholt Raketenalarm ausgelöst.
Israelische Medien berichteten am Montagmorgen von einem Einschlag und einem anschließenden Großbrand in der Ölraffinerie von Haifa. Die Huthi-Miliz reklamierte zudem zwei Angriffe innerhalb von 24 Stunden auf Israel für sich.
Auf der US Prince-Sultan-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien soll bei einem iranischen Raketeneinschlag am 27. März ein wertvolles US-AWACS-Aufklärungsflugzeug (Typ E-3 Sentry) am Boden zerstört worden sein. Ein solches Aufklärungflugzeug hat einen geschätzten Wert von etwa 300 bis 400 Millionen US-Dollar. Da das Flugzeug jedoch nicht mehr produziert wird (Produktionsstopp 1992), beziehen sich diese Werte oft auf den Zeitwert oder die Kosten inklusive der über Jahrzehnte nachgerüsteten Hochtechnologie. Berichten zufolge wurden bei dem Vorfall auch mindestens zwölf US-Soldaten verletzt. Militärexperten werten den Volltreffer als strategisch schwerwiegender Schlag für die US-Luftaufklärung in der gesamten Golfregion, denn die US Air Force verfügt wohl derzeit nur über etwa 16 einsatzbereite E-3-Maschinen wovon 6 in der Golfregion im Einsatz sind. Insofern bedeutet der Verlust eines einzigen Flugzeugs den Ausfall von über 6 % der gesamten globalen Kapazität bzw. fast 17 % der vor Ort verfügbaren Aufklärungskraft. Da die AWACS als "fliegende Kommandozentralen" fungieren, bewirkt ihr Ausfall unmittelbare Lücken im Lagebild (Coverage Gaps). Jeder Verlust solcher Aufklärungsflugzeuge erschwert es, iranische Raketenstarts, Drohnenschwärme oder Schiffsbewegungen frühzeitig zu erkennen und abzufangen. Auch die Koordination von Kampfjets und Tankflugzeugen ist ohne solche Maschinen in der Luft deutlich komplexer. Der Iran versucht offenbar, gezielt die Führungs- und Kontrollschicht (C2) des US-Militärs zu schwächen, anstatt nur Kampfjets anzugreifen. Irans Absicht dahinter ist wohl, die US-Fähigkeit, Luftangriffe über lange Distanzen zu koordinieren und dauerhaft aufrechtzuerhalten, zu schwächen. Zuletzt gab es auch Berichte, wonach sieben bis neun US-Tankflugzeuge durch direkte Angriffe oder Unfälle entweder zerstört oder zumindest schwer beschädigt wurden. Ohne ausreichende Betankungskapazitäten können Langstreckenbomber (wie die B-2) und F-35-Kampfjets ihre Ziele im iranischen Hinterland deutlich schwieriger erreichen.
>Iran-Krieg: Volltreffer auf US-Stützpunkt zerstört wichtiges Militärflugzeug
Der Vorfall ist umso verwunderlicher als die Basis eigentlich massiv gegen Luftangriffe gesichert ist, was die Schwere der jüngsten iranischen Treffer unterstreicht. Die Prince Sultan Air Base (PSAB) südlich von Riad ist einer der wichtigsten strategischen Knotenpunkte des US-Militärs in der Golfregion. Neben der bereits erwähnten E-3 Sentry (AWACS) und den Tankflugzeugen beherbergt die Basis ein massives Aufgebot an Luft- und Bodenstreitkräften. Zum Schutz der Air-Base sind dort gleich mehrere Einheiten des Patriot-Systems (MIM-104) zur Abwehr von Raketen und Flugzeugen aufgestellt. Zusätzlich ist dort ein THAAD System im Einsatz. Das Terminal High Altitude Area Defense (THAAD)-System ist speziell für die Abwehr von ballistischen Raketen in großen Höhen. Auch verfügt die Air-Base dort über spezielle Einheiten zur Abwehr von Drohnenschwärmen (Counter-small Unmanned Aerial Systems).
Berichten zufolge haben die USA bereits begonnen, Teile ihrer Flotte von der Prince-Sultan-Basis nach Europa oder auf sicherere Stützpunkte umzuverteilen, um sie vor weiteren Raketenangriffen zu schützen.
In Kuwait traf offenbar ein iranischer Raketenangriff ein Militärlager. Dabei sollen zehn kuwaitische Militärangehörige verletzt worden sein. Es entstand Sachschaden am Stützpunkt.
Iranische Medien bestätigten den Tod von Alireza Tangsiri, einem hochrangigen Marinekommandanten der Revolutionsgarden (IRGC). Er erlag offenbar seinen schweren Verletzungen, die er bei vorangegangenen Angriffen erlitten hatte.
In den letzten 24 Stunden (Stand 30. März 2026) haben Berichte über die Absicht von US-Präsident Trump, sich iranisches Öl durch die Einnahme der strategisch wichtigen
Insel Charg anzueignen, international heftige Reaktionen ausgelöst. Experten für Internationales Recht äußern massive Bedenken und betonen, dass die gewaltsame Aneignung von Ressourcen eines souveränen Staates oder die Besetzung von dessen Staatsgebiet (wie der Insel Charg) als klarer Verstoß gegen das Gewaltverbot der UN-Charta gewertet werden muss. Völkerrechtlich gesehen ist die einseitige Aneignung fremder Ressourcen ohne ein entsprechendes Mandat des UN-Sicherheitsrates nicht rechtens. Die Trump-Administration argumentiert hingegen oft mit der Durchsetzung von Sanktionen oder dem Kampf gegen den Terrorismus (da Ölerlöse die Revolutionsgarden finanzieren), um eine rechtliche Basis für Beschlagnahmungen zu konstruieren. Die Mehrheit der EU-Staaten, angeführt von Deutschland und Frankreich, lehnt eine militärische Beteiligung an solchen Aktionen strikt ab. Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte die "einseitigen Militäraktionen" der USA und Israels gegen den Iran als Bedrohung für die internationale Ordnung. Trump drohte daraufhin Spanien mit Handelsbeschränkungen.
UN-Generalsekretär Guterres warnte eindringlich vor den Folgen eines "großen Konflikts" in der Region. Kritiker in internationalen Foren fragen bereits, welchen Präzedenzfall dies schafft, wenn die USA einfach Ölquellen militärisch besetzt. Zusammenfassend kann man sagen, dass die EU derzeit als geschlossener Block gegen eine gewaltsame Aneignung von Ölressourcen auftritt, da sie eine totale Destabilisierung der Weltwirtschaft und der internationalen Rechtsordnung befürchtet.
28.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait soll das dortige Radarsystem schwer beschädigt worden sein. In den Veinigten Arabischen Emiraten soll bei einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff ein Metallwerk nach Angaben des Betreibers schwer beschädigt worden sein.
Derweil hat die iranische Regierung als vertrauensbildende Maßnahme im Rahmen von Vermittlungen zur Deeskalation der Spannungen im Nahen Osteneiner temporären Lockerung dr Blockade der Straße von Hormus zugestimmt. So wurden 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet.
Unterdessen haben Hunderte Menschen in Tel Aviv und weiteren israelischen Städten gegen den Krieg demonstriert. Da größere Menschenansammlungen in Israel derzeit us Furcht vor iranischen Angriffen verboten sind, ging die Polizei in Tel Aviv am Samstagabend gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende teils auch zu Boden. In Haifa gab es laut Polizei fünf Festnahmen, nachdem Protestteilnehmer eine Straße blockiert hatten. Die Regierung fürchte eine Ausweitung der Protestbewegung.
26.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Die israelische Armee hat auch heute wieder, am 26. März, "großangelegte" Luftangriffe in weiten Teilen des Iran durchgeführt. Ziel der Angriffe war dabei, den Berichten zufolge, vor allem die militärische Infrastruktur des Landes.
Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) meldeten am 26. März, dass ihre Luftabwehr derzeit Raketen und Drohnen aus dem Iran abwehrt. Berichten zufolge ist die Flugabwehr in Abu Dhabi und Dubai im Dauereinsatz. In den Emiraten wurden seit Kriegsbeginn 8 Tote (davon 6 Zivilisten) und 160 Verletzte gemeldet.
Offenbar
traf eine iranische Drohne einen Treibstofftank am internationalen Flughafen von Kuwait. Der Einschlag löste einen Großbrand aus, woraufhin Kuwait offiziellen Protest beim iranischen Botschafter einlegte.
Im Osten von Saudi-Arabien, wo sich zentrale Ölfelder befinden, wurden laut Verteidigungsministerium mehrere Drohnen abgefangen.
Es gibt Berichte über iranische Militärangriffe auf katarisches Territorium, was zu einer drastischen Verschlechterung der bilateralen Beziehungen und einer Gefährdung der Energiekooperation geführt haben.
Unterdessen haben
die USA zusätzliche Truppen, darunter 3000 Fallschirmjäger, in die Region verlegt.
Das ursprüngliche 48-Stunden-Ultimatum von US-Präsident Trump, das die vollständige Öffnung der
Straße von Hormus forderte, wurde vor kurzem um fünf Tage verlängert. Er begründete dies mit angeblich "produktiven Gesprächen" mit der iranischen Führung. Teheran bestreitet jedoch die Existenz von Verhandlungen. Es wäre ursprünglich am Montag, dem 23. März um 23:44 Uhr GMT ausgelaufen. Durch die fünftägige Verlängerung läuft das Ultimatum nun voraussichtlich am Samstag, dem 28. März 2026, aus.
Ein von den USA vorgelegter 15-Punkte-Plan für eine Waffenruhe wurde von Teheran abgelehnt.
Kernforderungen an den Iran (gemäß 15 Punkte-Plan)
Vollständiger Verzicht auf Atomwaffen: Der Iran muss sich dauerhaft verpflichten, niemals nach Kernwaffen zu streben.
Abbau der Nuklear-Infrastruktur: Stilllegung und Rückbau der Anlagen in Natanz, Isfahan und Fordow.
Stopp der Urananreicherung: Keine Anreicherung mehr auf iranischem Boden; Übergabe aller Bestände an die IAEO.
Einschränkung des Raketenprogramms: Begrenzung von Reichweite und Anzahl der Raketen, die künftig nur noch zur Selbstverteidigung dienen dürfen.
Ende der Unterstützung von Milizen:
Einstellung der Finanzierung und Bewaffnung von Gruppen wie Hizbullah (Libanon), Hamas (Gaza) und den Huthis (Jemen).
Öffnung der Seewege: Die Straße von Hormus muss als freie internationale Wasserstraße dauerhaft geöffnet bleiben.
Angebote der USA (bei Erfüllung der Bedingungen)
(gemäß 15 Punkte-Plan)
Aufhebung von Sanktionen: Umfassende Lockerung der internationalen und US-Sanktionen gegen den Iran.
Wegfall des "Snapback"-Mechanismus: Verzicht auf die Klausel zur automatischen Wiedereinführung von UN-Sanktionen.
Zivile Nuklearhilfe: Unterstützung beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms zur Stromerzeugung, etwa im Kraftwerk Buschehr
Der Iran lehnte den vorgelegten 15-Punkte Plan bisher als "unrealistisch" und "maximalistisch" ab und reagierte mit eigenen Forderungen, darunter Reparationszahlungen für Kriegsschäden und Sicherheitsgarantien gegen künftige Angriffe.
25.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Der UN-Menschenrechtsrat hat am 25. März eine Resolution verabschiedet, welche die "ungerechtfertigten Angriffe" auf die Staaten des Golfkooperationsrats und deren menschenrechtliche Folgen verurteilt.
Der Krieg gegen den Iran gemeinsam mit Israel kommt insbesondere bei einem Teil von Trumps Kernklientel nicht gut an. Seine MAGA-Basis ist nämlich gespalten und fragt sich wie der Krieg im Iran in die "America First"-Ideologie passt, wenn zu Hause die Lebenshaltungskosten kriegsbedingt steigen.
24.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Zwei Tanker unter indischer Flagge haben offenbar die Straße von Hormus ohne Zwischenfälle passiert. Der indische Premier Narendra Modi stellte klar, dass sein Land für "Deeskalation und die frühestmögliche Wiederherstellung des Friedens" eintrete. Auch China hat sich mit einem Friedensappell an die Konfliktparteien im Nahen Osten gewandt. Außenminister Wang Yi rief Berichten zufolge alle Parteien dazu auf, jede Gelegenheit für Frieden zu nutzen und so bald wie möglich Friedensgespräche aufzunehmen. Katar ist nach eigenen Angaben nicht als direkter Vermittler zwischen den USA und Iran aktiv.
Gemäß dem
Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen in Iran mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Nach Angaben des Roten Halbmonds wurden etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken beschädigt oder ganz zerstört. Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt - bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond selbst soll nach seiner Darstellung ebenfalls mehrfach Ziel von Angriffen gewesen sein. Neben 17 Rettungswachen sollen auch zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden sein.
Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
US Präsident
Trump behauptete auf Truth Social sowohl am 23. und 24. März 2026, dass die USA bereits "sehr gute" Gespräche mit hochrangigen iranischen Vertretern führen würden, um den Konflikt zu beenden. Diese Behauptung wurde von Teheran allerdings umgehend als "Fake News" dementiert.
In der Nacht zum 24. März griffen die USA und Israel gezielt iranische Energieanlagen an, darunter eine wichtige Erdgasleitung. Als Reaktion auf die Nutzung regionaler Stützpunkte durch die USA feuerte der Iran offenbar Raketen und Drohnen auf die Luftwaffenstützpunkte Al-Minhad (VAE) und Ali al-Salem (Kuwait) ab. Die IEA berichtet, dass bereits über 40 Energieanlagen im Nahen Osten schwer beschädigt wurden
Bei US-Angriffen auf die Stellungen von schiitischen Milizen im Irak sind
offenbar 14 Kämpfer ums Leben gekommen.
Die schiitischen Milizen pflegen enge Kontakte zu Teheran.
Bei einem iranischen Raketenangriff auf einen Stützpunkt der kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak sind am Dienstag sechs Kämpfer getötet und 30 weitere verletzt worden. Der Krieg im Iran lässt die dortigen Preise massiv ansteigen. Die Menschen kaufen den Berichten zufolge derzeit nur noch das Nötigste. Wenn nachts Kampfjets über den Häusern der Millionenmetropole Theheran donnern und Raketen abfeuern, werden viele Bewohner aus dem Schlaf gerissen. Irans Sicherheitsdienste haben im Zusammenhang mit dem Krieg 30 Verdächtige festgenommen. Die Verdächtigen wurden nach Angaben des Iran mit Starlink-Geräten und Waffen aufgefunden.
Israel hat angekündigt, die Kontrolle vom Gebiet im Libanon bis zum Fluss Litani übernehmen
zu wollen. In der Küstenmetropole Tel Aviv hat es nach Angaben von Sanitätern mehrere Einschläge gegeben. Sechs Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt.
Israels Präsident Netanjahu
betonte, die Angriffe auf den Iran und den Libanon würden so lange fortgesetzt, bis ein Abkommen geschlossen würde, das die vitalen Interessen Israels sichere.
Einer aktuellen Umfrage zufolge steht eine Mehrheit der Deutschen der Aufnahme weiterer iranischer Flüchtlinge
skeptisch gegenüber.
Das US-Verteidigungsministerium wird Insidern zufolge Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten verlegen. Noch ist keine Entscheidung gefallen, die Fallschirmjäger im Iran auch einzusetzen. Sie sollten zunächst die Kapazitäten für mögliche künftige Einsätze erhöhen.
Die pakistanische Regierung hat sich unterdessen als Vermittler bei Verhandlungen zwischen Iran und den USA angeboten.
23.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
In Israel ist die Zahl der Verletzten durch die fortlaufenden Angriffe weiter gestiegen. Aktuelle Berichte sprechen von insgesamt etwa 4.564 Verletzten seit Beginn der Offensive und der Eskalation. Den Berichten zufolge wurden bislang 2 israelische Soldaten getötet und 17 weitere Angehörige des Militärpersonals verletzt. Die Zahl der zivilen Opfer liegt mit 21 Toten und über 4.500 Verletzten deutlich höher. Unterdessen hat sich die Zahl der Verletzen bei den Angriffen auf Arad und Dimona
auf 160 erhöht. Wegen der hohen Frequenz der Alarme in den letzten 12 Stunden harrten viele Menschen, insbesondere im Großraum Tel Aviv, über mehrere Stunden in Schutzräumen aus. Am Flughafen Ben Gurion wurden drei Privatflugzeuge durch Trümmer abgefangener Raketen beschädigt. In Tel Aviv und der nahen Stadt Ramat schlugen Raketen in Stadtgebieten ein und verursachten Gebäudeschäden.
Die USA verzeichneten bislang 13 getötete Soldaten und 232 Verwundete in diesem Konflikt.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) forderte unterdessen im Iran-Krieg ein Ende der Angriffe auf essentielle Infrastruktur. Starmer kündigte zudem an, Flugabwehrsysteme für Kurzstrecken-Raketen in mehrere Golfstaaten zu schicken. Die Systeme sollen demnach an Bahrain, Kuwait und Saudi-Arabien geliefert werden.
22.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Die israelische Luftwaffe hat eine neue Angriffsrunde gegen Ziele im Zentrum von Teheran gestartet. Einem Bericht von CNN zufolge greift Israel derzeit verstärkt die Eingänge zu unterirdischen Startanlagen an. Der iranische Rial ist auf ein Rekordtief gefallen, was die Importkosten massiv in die Höhe treibt. Die Schäden an iranischen Militäranlagen, Atomanlagen und strategischer Infrastruktur wird bereits jetzt auf einen zweistelligen Milliardenbetrag in Dollar geschätzt. Der langfristige wirtschaftliche Schaden im Iran dürfte noch deutlich höher sein.
Saudi-Arabien gab bekannt, in den letzten Stunden mindestens 22 Drohnen abgefangen zu haben. Ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrender Tanker in der Straße von Hormus wurde offenbar von einer iranischen Drohne getroffen.
Das Pentagon bestätigte, dass in den letzten 10 Tagen etwa 140 US-Soldaten verwundet wurden.
In der Golfregion und den angrenzenden Gewässern (Rotes Meer, Arabisches Meer) haben die
USA
derzeit eine massive Flottenpräsenz zusammengezogen, die den größten Aufmarsch seit dem Irak-Krieg 2003 darstellt. Mindestens 6 Zerstörer (darunter die USS McFaul, USS Mitscher, USS Delbert D. Black) operieren direkt im Golf oder Roten Meer. Auch die Küstenkampfschiffe USS Canberra, USS Tulsa und USS Santa Barbara sind in der Golfregion. Erst vor 24 Stunden wurde die Entsendung von drei weiteren Kriegsschiffen aus San Diego bestätigt, um die Truppenpräsenz im Rahmen der "Operation Epic Fury" zu erhöhen. Insgesamt unterstützen etwa 50.000 US-Soldaten die laufenden Operationen in der Region.
Im Großraum Tel Aviv haben erneut die Warnsirenen geheult. Menschen eilten in Schutzräume. Bei einem erneuten iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Offenbar gab es mehrere Einschläge im Bereich des Großraums Tel Aviv.
Es wird gemeldet, dass ein Militärhubschrauber aus Katar abgestürzt ist. Bei dem Unglück sollen vier Mitglieder der katarischen Streitkräfte, ein türkischer Soldat und zwei Techniker einer türkischen Sicherheitsfirma ums Leben gekommen sein. Das katarische Verteidigungsministerium sprach von einer "technischen Störung während eines Routine-Einsatzes"
In den Wüstenstädten Arad und Dimona soll es nach Militärangaben zu direkten Einschlägen gekommen sein. Die Zerstörungen sollen "katastrophal" sein. Mehr als hundert Menschen sind den Berichten zufolge verletzt worden, Dutzende davon schwer. Der Iran hatte Israel nach eigenen Angaben als Vergeltung für einen Angriff auf die Atomanlage Natans angegriffen. Die israelische Armee untersucht in diesem Zusammenhang das Versagen ihrer Flugabwehr bei einem iranischen Raketenangriff
Israels Militär zerstört unterdessen scheinbar auf breiter Front Häuser in libanesischen Grenzdörfern. Es sollen offenbar alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zerstört werden.
US Präsident Trump
hat dem Iran offenbar ein Ultimatum gesetzt. Dieser hat den Iran aufgefordert die Straße von Hormus innerhalb von 48 Stunden für den internationalen Schiffsverkehr freizugeben. Ansonsten, so die Androhung, werde das US Militär Irans Energieanlagen vollständig zerstören.
Der Iran erklärte daraufhin erneut, dass die Straße von Hormus für alle Schiffe geöffnet bleibe, mit Ausnahme von jenen, die mit "Feinden des Iran" in Verbindung stünden.
Der Iran drohte für den Fall eines Angriffs auf die eigene Treibstoff- und Energieinfrastruktur mit massiver Vergeltung. So würden sämtliche Energieanlagen der USA in der Region ins Visier genommen. Die WHO bezifferte die Zahl der Todesopfer im Iran seit Beginn der Eskalation Ende Februar auf über 1.400.
Nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad ist offenbar erneut ein Armeestützpunkt vom Iran angegriffen worden, der zuletzt von der US-Armee genutzt wurde.
Saudi-Arabien hat wegen der andauernden Angriffe des Irans mehrere iranische Botschaftsmitarbeiter sowie einen hochrangigen Offizier ausgewiesen.
Auch an diesem Wochenende (
21. und 22. März 2026) kam es zu weitreichenden Anti-Kriegs-Protesten, die sich vor allem gegen die US-israelischen Militärschläge im Iran sowie die andauernden Konflikte in Gaza und im Libanon richteten.
Am Samstag zogen Hunderte Menschen unter dem Motto "Stop Bombing Iran Day of Action" durch die Londoner Innenstadt. Die Teilnehmer forderten ein Ende der Waffenlieferungen an Israel und eine Abkehr von der US-Außenpolitik. Ähnliche Aktionen gab es in Manchester, Cardiff und Birmingham statt.
21.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
In den letzten 24 Stunden kam es in Israel infolge massiver iranischer Raketenangriffe zu erheblichen Schäden und zahlreichen Verletzten. In Dimona im Süden Israels soll ein Gebäude nach einem Direkttreffer eingestürzt
sein. Berichten zufolge gab es dort mindestens sieben Raketeneinschläge. Zudem fielen Raketentrümmer in die Altstadt von Ost-Jerusalem, nur etwa 350 Meter von der Al-Aqsa-Moschee entfernt, und verursachten dort Schäden. In Rishon Lezion
wurde ein Kindergarten durch eine Clustermunition-Rakete schwer beschädigt.
Dieser hatte glücklicherweise zum Zeitpunkt des Einschlages nicht offen, so dass keine Kinder und auch keine Erwachsenen zu Schaden kamen. In Holon
verursachten herabstürzende Trümmer abgefangener Raketen Brände. In der Stadt
Ma'alot-Tarshiha im Norden Israels
wurden nach Raketenangriffen der Hisbollah ebenfalls Schäden an Gebäuden gemeldet.
Landesweit behandelten Krankenhäuser in den letzten 24 Stunden etwa 108 bis 179 Personen aufgrund von kriegsbedingten Verletzungen. Die Gesamtzahl der seit Kriegsbeginn in Israel getöteten Personen wird offiziell mit mindestens 14 angegeben.
Am Samstag (21. März) versammelten sich zahlreiche Menschen in Berlin, um gegen die Luftangriffe auf den Iran zu demonstrieren. Die Teilnehmer kritisierten die Angriffe als völkerrechtswidrig und forderten diplomatische Lösungen.
Am Samstagabend versammelten sich Tausende auf dem Habima-Platzin Tel Aviv , um Neuwahlen und die Freilassung der Geiseln in Gaza zu fordern.
Aktivistengruppen wie die ANSWER Coalition und die Democratic Socialists of America organisierten für dieses Wochenende kleinere Demonstrationen, sogenannte Emergency Protests, in zahlreichen Städten. Die Proteste richteten sich primär gegen die Ausweitung der Militäroperationen unter der Trump-Administration. Auch die Jewish Voice for Peace in den USA fordert ein Ende der israelischen Militäroperationen und eine diplomatische Lösung. Aktuelle Umfragen von NPR/PBS News/Marist und Quinnipiac University zeigen, dass etwa 53 % bis
56 % der Amerikaner das militärische Vorgehen ablehnen. Während rund 84 % der Republikaner die Angriffe befürworten, lehnen 86 % der Demokraten und 61 % der Unabhängigen die Militäraktion ab.
Innerhalb der US-amerikanischen Bevölkerung gibt es einen breiten Konsens gegen eine weitere Eskalation. Laut dem Umfrageinstitut Quinnipiac University Poll, das eines der wichtigsten und präzisesten Gradmesser für die öffentliche Meinung in den USA ist, lehnen 74 % in den USA den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran kategorisch ab.
Das International Peace Bureau (IPB) fordert eine Rückkehr zu diplomatischen Kanälen und warnt vor einem globalen Flächenbrand.
Amnesty International & Human Rights Watch kritisieren die Angriffe als völkerrechtswidrig und fordern den Schutz der Zivilbevölkerung im Iran und in Gaza. Ärzte ohne Grenzen (MSF) berichtet über die verheerenden Auswirkungen auf die medizinische Versorgung und fordert einen sofortigen Waffenstillstand.
Das Vertrauen in die USA als verlässlichen Partner liegt laut Deutschlandtrend bei nur noch 15 %.
Auch Israel scheint viel Vertrauen verspielt zu haben. So gibt es eine wachsende Forderung in der Bevölkerung nach einem Stopp oder einer starken Begrenzung von Waffenlieferungen an Israel.
> Der Iran Krieg- Chronologie 09.03.- 20.03.2026
> Der Iran Krieg- Chronologie 28.02.- 8.03.2026
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