Krieg in der Ukraine (Februar 2026)
Erbitterte Kämpfe trotz Bemühungen um eine Waffenruhe
Eine Chronologie der Ereignisse von den Anfängen bis jetzt ...

Ukraine Krieg Ukraine Krieg ( Aktuelle Geschehnisse im Januar/Februar 2026)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg ( Geschehnisse im Dezember 2025)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg ( Geschehnisse im November/Oktober 2025)

Ukraine Krieg Ukraine Krieg (September 2025) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (August 2025)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Juli 2025) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Juni 2025)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Mai 2025) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (April 2025)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (März 2025) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Februar 2025)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Januar 2025) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Dezember 2024)



Ukraine Krieg Ukraine Krieg (November 2024) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Oktober 2024)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (September 2024) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (August 2024)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Juli 2024) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Juni 2024)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Mai 2024) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (April 2024)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg ( März 2024) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Januar/Februar 2024)



Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Dezember 2023) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (November 2023)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Oktober 2023) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (September 2023)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (August 2023) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Juli 2023)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Juni 2023) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Mai 2023)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (April 2023) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (März 2023)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Februar 2023) Ukraine Krieg (Ukraine Krieg (Januar 2023)



Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Dezember 2022) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (November 2022)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Oktober 2022) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (September 2022)
Ukraine Krieg Ukraine Krieg (August 2022) Ukraine Krieg Ukraine Krieg (Juli 2022)


Ukraine Kriegsgeschehen (Februar - Juni 2022)

Aktuelles für den Sozialkundeunterricht




AKTUELLE ARBEITSBLÄTTER (zum download):
"KRIEG IN DER UKRAINE"



> Wirtschaftliche Kennzahlen zur Ukraine
   Der Interessenkonflikt zwischen der USA/EU und Russland

Ein paar einleitende Worte ...
Es ist wichtig zu wissen, dass sämtliche Angaben zu Kriegsverlauf, Opfern und Beschuss durch offizielle Stellen
der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien in der aktuellen Lage nicht zeitnah und unmittelbar von unabhängi-ger Stelle überprüft werden können. Es ist oftmals eine parteiische Berichterstattung beiderseits. Erfahrungsgemäß versuchen in einem Krieg stets beide Kriegsparteien ihre eigenen militärischen Verluste stets klein zu reden, um die Kampfmoral der jeweils eigenen Truppen nicht zu untergra-ben. Zugleich sind auch Übertreibungen beispielsweise bei Verlusten der gegnerischen Kriegspartei und Falschbehaupt-ungen (sog. Fake News) nicht auszuschließen.

(s. auch: Aktuelle US Politik unter D. Trump)


07.02.2026
Neue Friedengespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern, klirrende Kälte
Wegen eines massiven russischen Luftangriffes auf die ukrainische Energieversorgung kommt es in der Ukraine Notabschaltungen der Stromversorgung. die Ukraine spricht von mehr als 400 Drohnen und rund 40 Raketen. Hauptziele des russischen Angriffs waren das Energienetz, Kraftwerke und Umspannwerke. Militärexperten gehen davon aus, dass Russland die Kälte als Druckmittel gegen die Ukraine einzusetzen versucht, denn wegen der Luftangriffe sind hunderttausende Menschen in der Ukraine bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius immer wieder ohne Strom und Heizung.

Die Verhandlungen über ein Ende des Angriffskriegs sollen in der kommenden Woche in den USA fortgesetzt werden. Unterhändler beider Seiten sind hierzu nach Miami eingeladen. US Präsident Trump möchte Moskau und Kiew offenbar eine Frist bis Juni setzen, um eine Einigung zu erzielen.


06.02.2026
Neue Friedengespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern, klirrende Kälte
Zwischen Russland und der Ukraine hat es erneut einen größeren Gefangenenaustausch gegeben. 157 ukrainische Gefangene konnten heimkehren. Ebenso viele russiche Kriegsgefangene konnten heimkehren.

In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verhandeln Unterhändler der Ukraine, Russlands und der USA seit Mittwoch in dem Dreierformat über einen möglichen dauerhaften Frieden zwischen Russland und der Ukraine. Bei der Territorialfrage zeigt sich Selenskyj weiter unnachgiebig, denn er möchte wohl nicht, dass Russland einen Lohn für seine Aggression erhält. Doch Moskau verlangt wohl auch weiterhin den Abzug der ukrainische Armee aus den noch
von ihr beherrschten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk. Russland möchte, dass die internationale Gemeinschaft die Zugehörigkeit eben dieser von Russland noch nicht eroberten Territorien zu Russland anerkennt.

Sowohl auf russischer als auch auf ukrainischer Seite nahmen viele Militärvertreter an den Gesprächen teil.

Zugleich Berichten Medien davon, dass der Marschflugkörper Flamingo das Raketentestgelände Kapustin Jar bei Astrachan in Südrussland beschossen hat. Von dort soll die russische Armee zweimal die zerstörerische neue Mittelstreckenrakete Oreschnik auf die Ukraine abgeschossen haben.

Rund 1.100 Wohnblocks in Kiew können Medienberichten zufolge wegen der Zerstörung eines Heizkraftwerks in diesem Winter absehbar nicht mehr beheizt werden. Die betroffenen Wohngebäude liegen alle in den Stadtteilen Darnyzja und Dniprowskyj auf dem östlichen Ufer des Dnipro.


2.02.2026
Neue Friedengespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern, klirrende Kälte
Am kommenden Mittwoch sollen die Friedensgespräche mit russischen und ukrainischen Vertretern fortgeführt werden. Im Vorfeld der Verhandlungen hatte der Kreml US-Präsident Donald Trump zugesagt, wegen der klirrenden Kälte in der Ukraine keine Energieinfrastruktur mehr zu beschießen.

Zurückblickend kann man aber feststellen, dass die kurze Feuerpause auf die Energieinfrastruktur wohl nicht lange gehalten hat und nur der Hauptstadt Kiew gegolten hat. Angriffe auf andere Städte waren zumeist unvermindert weiter geführt worden. Berichten zufolge gab es im gesamten Januar jeden Tag Angriffe, meistens von mindestens 100 Drohnen. Besonders schwer sollen die Angriffe am 20. und 24. Januar gewesen sein - mit jeweils fast 400 Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen.

Nach Angaben des Stromanbieters DTEK sollen circa 70 Prozent der Energieversorgung in der Ukraine entweder zerstört oder beschädigt sein. Wegen der klirrenden Kälte gibt es immer mehr geborstene Leitungen aufgrund gefrorenen Wassers. Viele alltägliche Sanitäranlagen wie Toiletten funktionieren derzeit nicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft wohl auf ein baldiges Ende des so kalten Winters, damit die Schäden an der Energieinfrastrukur nicht mehr so verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung haben.


13.01.2026
Raketenangriff auf Charkiw und andere Städte
Medienberichten zufolge gab es einen schweren Raketenbeschuss auf Charkiw, der mindestens vier Menschen das Leben kostete. Ziel des Angriffes war offenbar ein Post-Logistikzentrum. Bei Ankunft von Feuerwehr und anderen Hilfskräften sollen zudem russische Drohnen eingesetzt worden sein. Daher wird auch von einem russischen Doppelschlag gesprochen, der auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte zielte.

Auch die Städte Kiew, Odessa sowie andere sollen in der Nacht erneut mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen worden sein. Nach dem Angriff auf Kiew musste erneut der Strom an vielen Stellen notfallmäßig abgeschaltet werden. Bei strengem Frost müssen immer wieder Millionen von Menschen in den Großstädten der Ukraine ohne Strom und ohne Heizung ausharren.


2.01.2026
Vermeintlicher Angriff auf eine Putin-Residenz
Der Kreml wirft der Ukraine vor, einen Drohnenangriff auf eine Putin-Residenz verübt zu haben. Nach der überwiegenden Skepsis im westlichen Ausland hat Russland nun offenbar vermeintliche Belege für einen angeblich ukrainischen Angriff auf eine Putin-Residenz an die USA ausgehändigt. Die Ukraine weist den Vorwurf Russlands seit Tagen entschieden zurück. So sprach der ukrainische Auslandsgeheimdienst von gefälschten Karten und Attrappen.



28.12.2025
Fortsetzung der Friedensverhandlungen
Der ukrainische Präsident Selenskyj trifft am heutigen Sonntag erneut seinen US-Kollegen Trump, um über ein mögliches Kriegsende zu verhandeln - allerdings ohne Russland. Ein Knackpunkt der Verhandlungen sind weiterhin Gebietsabtretungen. Bislang hat der ukrainische Präsident die auch von US Präsident Trump geforderten Abtretungen jener Teile im Gebiet Donezk, die Russland bisher nicht kontrolliert, vehement abgelehnt. Kernthema sind wohl die von der Ukraine geforderten Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstands, um vor einem neuen russischen Angriff dauerhaft geschützt zu sein. Den Angaben zufolge möchte Selenksy auch über Investitionen für einen Wiederaufbau der Ukraine nach Beendigung des Krieges sprechen. Für den Wiederaufbau müssten wohl bis zu 800 Milliarden US-Dollar (679 Milliarden Euro) aufgebracht werden, die in Form von Fonds zur Verfügung gestellt werden sollten. Viele Vebündete der Ukraine haben Selenskyj vor seinem Treffen mit Trump bei einer Telefonschalte demontrativ den Rücken gestärkt.
Die elf Staats- und Regierungschefs aus Europa und Kanada sowie die Spitzen von Nato und der EU sicherten der Ukraine erneut ihre volle Unterstützung zu. Selenskyj lehnt bislang einen Rückzug seiner Truppen aus dem Donbass ab.

Unterdessen warf Russlands Präsident Putin Selenskyj in einem vom Kreml am Samstagabend veröffentlichen Videoclip vor, kein Interesse an einem Friedensabkommen zu haben. Auch drohte der Kremlchef damit, den Donbass wenn nötig auch militärisch einverleiben zu können.

Nach der Eroberung von Siwersk im Norden von Donezk scheinen russische Truppen an der gesamten Frontlinie auf dem Vormarsch zu sein - so behauptet dies zumindest Russland. So sollen de Städte Myrnohrad im Gebiet Donezk und Huljajpole im Gebiet Saporischschja erobert worden zu sein. Der ukrainische Generalstab dementierte am Samstagabend aber die Kreml-Berichte und stellte stattdessen klar, dass die Städte weiter umkämpft seien.


25.12.2025

Einnahme der Stadt Siwersk
Russische Soldaten haben dem Anschein nach die Stadt Siwersk im Osten der Ukraine erobert. Berichten zufolge haben sich ukrainische Einheiten aus der Stadt zurückge-zogen. Die Stadt gilt als strategisch bedeutend, weil sie Teil einer Verteidigungslinie ist, welche den letzten großen Ballungsraum im Donbass schützt, der von ukrainischen Soldaten gehalten wird. Militärexperten zufolge könnten russische Einheiten nun in Richtung der Städte Slowjansk
und Kramatorsk vorrücken.

Am Vorabend vor Weihnachten hatte Russland die Ukraine Berichten zufolge mit Hunderten Shahed-Drohnen, ballistischen Raketen und Kinschal-Hyperschallwaffen angegriffen. Die Ukraine feiert anders als in früheren Jahren Weihnachten offiziell nach westlichem Brauch zum 24. Dezember. Viele ukrainische Christen halten jedoch noch an der orthodoxen Tradition fest, Weihnachten wie in Russland zum 7. Januar zu feiern.


19.12.2025
Die EU debattiert seit Tagen um die künftige Finanzierung der Ukraine Hilfen. Die Pläne der EU-Kommission sehen vor, in der EU eingefrorenes Vermögen der russischen Zentralbank für Kredite an die Ukraine zu nutzen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz spricht sich dafür aus, dass das in der EU eingefrorene russische Vermögen in Form von Darlehen an die Ukraine weitergereicht wird, doch Belgien sieht Risiken und fordert daher Garantien. In Belgien wird offenbar der Großteil der russischen Vermögenswerte vom Finanzdienstleister Euroclear verwaltet. (185 Mrd.) Weitere rund 25 Milliarden Euro sollen bei anderen Finanzinstituten in Frankreich, Belgien, Deutschland, Zypern, Schweden und Luxemburg liegen.

Beim bevorstehenden EU-Gipfel soll es eine Entscheidung zur Nutzung russischen Staatsvermögens für die Ukraine geben. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni warnt vor möglichen rechtlichen Risiken und Putin kündigt bereits Gegenmaßnahmen an.

Bei einem jährlichen Treffen mit ranghohen Militärvertretern kündigte der russische Präsident zudem an, im Falle des Scheiterns der derzeitigen Friedensgespräche seine Gebietsgewinne in der Ukraine ausweiten zu wollen.


9.12.2025
Seit Wochen wird intensiv um einen Friedensplan gerungen, doch die Ukraine lehnt Gebietsabtretungen an Russland weiter kategorisch ab. Bei einem Treffen am Montag in London kamen erneut der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen, um über den von den USA vorgelegten Friedensplan zu beraten. Erneut sicherte die EU der Ukraine umfänglichen Rückhalt zu.


4.12.2025
Während die USA und die Ukraine weiter über Eckdaten
eines Friedensplans sprechen, hat Präsident Putin offenbar aus Verärgerung über gezielte ukrainische Angriffe auf Tanker der sogenannten Schattenflotte Russlands mit weiteren Eroberungen insbesondere im Süden der Ukraine gedroht. Gegenüber dem Fernsehsender India Today sagte er bei seinem zweitägigen Staatsbesuch in Indien, dass der Donbass und "Neurussland" auf jeden Fall an Russland fallen würden. Der Begriff "Neurussland" wurde während der Expansion des Zarenreichs im 18. Jahrhundert geprägt und umfasst die heutigen ukrainischen Gebiete Saporischschja und Cherson sowie die Gebiete Mykolajiw und Odessa, die Russland bis jetzt weder erobern noch annektieren konnte. Putin äußerte sich auch zu dem Treffen mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner am Dienstag in Moskau und lobte in diesem Zusammenhang auch die Vermittlungsversuche von US-Präsident Donald. Gleichzeitig stellte er aber klar, dass Moskau nicht mit allen Punkten des vorgestellten US-"Friedensplans" einverstanden sei.

US-Medienberichten zufolge wollen die US-Unterhändler Witkoff und Kushner heute (Ortszeit) mit den ukrainischen Unterhändlern in Miami (Florida) zusammenkommen ünd diese über ihren Besuch im Kreml unterrichten.


24.11.2025
US-amerikanische und ukrainische Unterhändler haben nach intensiven Verhandlungen in Genf einen verbesserten Entwurf zur Beendigung des Krieges erarbeitet. Am Sonntag hatten Unterhändler Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, der EU, der Ukraine und der Vereinigten Staaten über den 28 Punkte umfassenden Friedensplan der US-Seite beraten. Führende EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich hatten zentrale Bestandteile des ursprünglichen 28-Punkte-Plans für inakzeptabel gehalten und Nachbesserungen gefordert. Ursprünglich hatte Trump der Ukraine nur bis Donnerstag den 27.11., dem US-Feiertag Thanksgiving - Zeit für eine Antwort auf den Friedensplan eingeräumt.

Auch am heutigen Dienstag wollen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und andere europäische Staats- und Regierungschef am Rande eines EU-Afrika-Gipfels in Angolaüber den Umgang mit dem Friedensplan beraten.

Die Ukraine soll mit dem überarbeiteten Plan einer Mitteilung des Weißen Hauses zufolge zufrieden sein.


Der überarbeitete Friedensplan
Der jetzt überarbeitete Friedensplan sieht eine deutliche Abschwächung zahlreicher Kernpunkte zugunsten der Ukraine vor. Gemäß dem überarbeiteten Plan soll die Ukraine keine Gebiete mehr an Russland abgeben müssen, die sie bislang noch selbst kontrolliert. Auch ist keine de facto Anerkennung der von Russland eingenommen Gebiete mehr vorgesehen. Die Größe der ukrainischen Streitkräfte soll zudem nur auf 800.000 reduziert werden (statt 600.000 Soldaten wie im ursprünglichen US Friedensplan). Eingefrorenes russisches Staatsvermögen soll nur dann freigeben werden, wenn Russland Ausgleichszahlungen an die Ukraine für die Kriegsschäden leistet. Ein Nato-Beitritt der Ukraine soll auch nicht mehr explizit ausgeschlossen werden.

Gemäß dem überarbeiteten Plan soll auch keine allgemeine Amnestie für Kriegsverbrechen gewährt werden. Auch wird die ursprünglich im US Plan genannte Frist für Wahlen in der Ukraine innerhalb von 100 Tagen im Entwurf der Europäer ebenfalls nicht mehr genannt. Stadtdessen, so heißt es Medienberichten zufolge, sollen Parlamentswahlen nur noch so "schnell wie möglich" organisiert werden.


Unterdessen herrschte in mehreren Regionen der Ukraine in der Nacht wieder Luftalarm. In der ostukrainische Stadt Charkiw sollen nach örtlichen Behördenangaben mindestens vier Menschen bei nächtlichen Drohnenangriffen getötet worden sein. 15 weitere Personen sollen zudem verletzt worden sein.

20.11.2025
Die Ukraine steht wegen eines zwischen der US-Führung mit Moskau im Geheimen ausgehandelten Friedensplans unter Druck. Der Friedensplan sieht unter anderem vor, dass die Ukraine die umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk vollständig räumt und die eigene Armee halbiert. Die südliche Frontlinie durch die Gebiete Saporischschja und Cherson soll weitgehend so bestehen bleiben. Der Vertag sieht auch eine Begrenzungen der Reichweite ihrer Waffen vor.

Auch verlangt Russland selbst die Teile von Donezk und Luhansk zu bekommen, die es bislang nicht erobern konnte. Dem Plan nach sollen diese Gebiete demilitarisiert werden. Zudem fordert Russland, dass Russisch als Staatssprache anerkannt und die frühere moskautreue orthodoxe Kirche wieder zugelassen wird. Die Kiewer Frührung sieht dies jedoch sehr kritisch. Der Friedensplan sah auch vor, dass die Nato einen Verzicht auf jegliche Erweiterung erklärt. Russland musste dagegen nur geringe Zugeständnisse machen und unter anderem auf in der EU eingefrorenes Staatsvermögen verzichten. Dieses sollte unter anderem zum Wiederaufbau der Ukraine genutzt werden Von Kritikern wird der Friedens-plan als extrem vorteilhaft für Russland und nahezu als Kapitulation für die Ukraine bewertet.

Die Ukraine scheint in einer schwierigen Lage. Zum einen erschüttern immer wieder Korruptionsskandale das Land von innen. Erst kürzlich mussten zwei Minister zurücktreten. Zum anderen läuft es an der Front ebenfalls nicht gut für die Ukraine. Der Fall der seit langem umkämpften und strategisch so wichtigen Stadt Pokrowsk nur noch eine Frage der Zeit. Auch weiter südlich hat die ukrainische Armee Stellungen räumen müssen.

In Brüssel sind unterdessen die EU-Außenminister zu Beratungen zusammengekommen, um über neue Sanktionen gegen Russland zu besprechen. Es geht unter anderem um neue Maßnahmen gegen die sogenannte russische Schattenflotte zur Umgehung von Energiesanktionen.

In der westukrainischen Stadt Ternopil gab es in der Nacht auf Mittwoch derweil einen schweren russischen Luftangriff auf einen neunstöckigen Wohnblock. In diesem sollen 26 Leichen aufgefunden worden sein. Es soll zudem 93 Verletzte geben. Ein Marschflugkörper vom Typ Ch-101 soll das Gebäude getroffen haben.


16.11.2025
In Schützengräben in der Ukraine breitet sich offenbar der Gasbrand rapide aus. Eigentlich galt die Krankheit seit den Weltkriegen in Europa als ausgerottet. Die Krankheit zerstört Muskelgewebe rapide; die Sterberate liegt bei nahezu 100 Prozent, sofern eine ordnungsgemäße Behandlung in einem Krankenhaus nicht gewährleistet werden kann. Bei Gasbrand muss das infizierte Gewebe möglichst rasch entfernt werden. Zugleich müssen hohe Dosen Antibiotika intravenös verabreicht werden.

Doch wie kommt es zu der Erkrankung? Geschosse wie Kugeln oder Granatsplitter verursachen oft tiefe Wunden mit viel abgestorbenem Gewebe, in dem die Bakterien leichtes Spiel haben. Zudem ist die Wundversorgung in Kriegszeiten oft einfach gehalten. So verbleiben verletzte Soldaten oft lange in sogenannten Stabilisierungsstellen. Dies sind medizinische Einrichtungen an der Front. Da es angesichts
der Drohnengefahr oft lange dauert bis Verwundete eva-
kuiert und behandelt werden können, vergeht wichtige Zeit. Somancher überlebt das Warten wohl nicht.




07.11.2025
Die Stadt Pokrowsk im westlichen Teil der Oblast Donezk befindet sich seit nunmehr zwei Jahren unter permanentem Beschuss durch Artillerie, Drohnen und Gleitbomben. Vor dem Krieg lebten hier rund 70.000 Menschen, die Mehrheit davon war russischsprachig. Die einstige Industriestadt war geprägt von Kohlebergbau, Baustoffproduktion und Maschinenbau. Schon bald könnte sie von russischen Truppen eingenommen werden, denn im Raum Pokrowsk ist eine gewaltige Übermacht russischer Truppen konzentriert.

12.000 Verteidiger versuchen derzeit noch die Stadt zu halten, doch wie lange dies noch gelingt ist fraglich. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj operieren mittlerweile etwa 170.000 russische Soldaten in der Gegend von Pokrowsk. Etwa 200 Infanteristen sollen bereits in die Stadt vorgedrungen sein. Pokrowsk liegt an einer entscheidenden Nachschublinie zwischen Myrnohrad und den westlichen Frontabschnitten. Ein russischer Durchbruch gefährdet Militärexperten zufolge die Verbindung zu Kramatorsk und Slowjansk, den letzten großen ukrainischen Verteidigungszentren im Donbass.

Nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU sollen allein im Oktober mehr als 1.500 russische Soldaten getötet sowie 20 Panzer, 62 Schützenpanzer und mehr als 500 Fahrzeuge zerstört worden sein.


04.11.2025
Nach Daten des US-Instituts für Kriegsstudien hat die russische Armee im Monat Oktober Geländegewinne von etwa 461 Quadratkilometer gemacht. Damit setzt sich der Trend der letzten Monate fort.



28.10.2025
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Ende Oktober überraschend erklärt, Moskau sei bereit, den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und dem westlichen Militär-bündnis NATO eine Nicht-Angriffs-Garantie zu geben. Experten sehen in dem Angebot Lawrows aber kein ernstes Friedensangebot, sondern erkennen darin ein Manöver zur Spaltung des Westens. In seiner Rede sagte Lawrow, mit den derzeitigen Eliten der EU-Länder sei kein sinnvoller Dialog möglich, weil diese bei einem Ende des Ukraine-Kriegs nur Garantien gegen Russland, aber nicht mit Russland wollten.


25.10.2025
Der russische Sondergesandte für die Gespräche mit der Trump-Administration Kirill Dmitrijew hat sich in einem Interview mit dem US-Sender CNN zuversichtlich gezeigt, dass schon bald eine diplomatische Lösung zur Beendigung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine gefunden werden kann.

Kurz nach den von den USA erlassenen Sanktionen gegen Russland sieht der Moskauer Top-Diplomat plötzlich
Chancen auf ein schnelles Ende des Krieges. Zu welchem Entgegenkommen Moskau allerdings bereit ist, sagte er nicht.


09.10.2025
Russland hat erneut Infrastruktur in der Ukraine angegriffen. Berichten zufolge waren im Gebiet Odessa 30.000 Menschen ohne Strom. Das ukrainische Militär attackierte seinerseits Energieanlagen im Süden Russlands. Die Ukraine greift immer wieder Ziele in Russland an - oft Treibstofflager sowie Öl- und Gasanlagen. In Russland gibt es derzeit offenbar 20 Prozent weniger Treibstoff als normalerweise. Daher hatte die russische Regierung zuletzt das Exportverbot für Diesel und Benzin bis Jahresende verlängert.

Da Russland viele ukrainische Anlagen der Energieinfrastruktur zerstört hat, hat die Ukraine angekündigt, nun deutlich mehr Gas importieren zu wollen.

Die Ukrainer haben aber noch ein weiteres Problem. Offenbar gewähren ukrainische Zivilisten nicht selten, russischen Soldaten Unterschlupf. Manchmal kleiden sich die Soldaten wie Zivilisten, um nicht erkannt zu werden.

An Soldatennachschub, Männer aus armen Regionen, welche lukrative Verträge mit dem Militär unterschreiben scheint es Russland nicht zu mangeln. Der ukrainischen Armee fehlt es dagegen enorm an Personal.

Während russische Angriffe mit Panzern zur Seltenheit geworden sind, werden russische Soldaten immer häufiger auf Motorrädern in den Kampf geschickt.

Da der Boden in der Ukraine in der Herbstzeit sehr schlammig sein kann, rechnen Militärexperten nicht mit einer großen russischen Offensive in nächster Zeit. Auch können sich Soldaten unter den dann entlaubten Bäumen nur sehr schlecht vor Drohnen verstecken.



30.08.2025

Donbass weiter hart umkämpft
Aus ukrainischer Sicht plant Russland trotz laufender Friedensbemühungen eine weitere große Offensive im ostukrainischen Industriegebiet Donbass. Pokrowsk gilt als wichtiger logistischer Knotenpunkt. Daher zählt die Region rund um die Stadt zu den am heftigsten umkämpften Gebieten in der Ukraine.

Im Gebiet Saporischschja kam nach Behördenangaben bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen ein Mensch ums Leben und 22 weitere wurden verletzt. Die ukrainische Flugabwehr meldete am Samstagmorgen, dass Russland insgesamt mit 537 Drohnen, 37 Marschflugkörpern und neun ballistischen Raketen angegriffen habe. Der ukrainische Präsident forderte harte Maßnahmen gegen alle, welche die russische Armee finanzierten. Ihm geht es vor allem um weitere Sanktionen gegen den Banken- und Energiesektor Russlands.


17.08.2025
Friedensverhandlungen in Alaska
Spitzentreffen zwischen den USA und Russland
Der Austragungsort des Gipfels in Alaska hat historische Symbolkraft und ist wohl nicht zufällig gewählt. Von 1799 bis 1867 gehörte die Russisch-Amerikanische Kompanie zum Zarenreich, bis sie nach dem teuren und verlustreichen Krimkrieg für 7,2 Millionen Dollar an die USA verkauft wurde, sehr zum Bedauern Russlands aus heutiger Sicht. Nur 90 Kilometer trennen Alaska von Sibirien.

Nach dem Treffen von US Präsident Trump mit Russlands Machthaber Wladimir Putin ist man in Europa irritiert. Statt einer beidseitigen Waffenruhe streben die USA und Russland nun erklärterweise gleich ein dauerhaftes Kriegsende an.

Die Ukraine und ihre Verbündeten in Europa fordern aber eine Waffenruhe als dringende Voraussetzung für Verhandlungen zu einem dauerhaften Frieden, denn ansonsten könnte Russland während der Friedensverhandlungen an der Front weiter Fakten schaffen. Schon jetzt kontrolliert Russlands Armee bereits etwa 20 Prozent der Ukraine und rückt im Osten immer weiter vor.

Zentraler Streitpunkt bei den Verhandlungen um ein Kriegsende ist, dass die Ukraine Gebiete an Russland abgeben soll, was sie allerdings ablehnt. Neben der bereits seit 2014 besetzten Halbinsel Krim beansprucht Moskau auch die Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja für sich.

Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten bestehen für ein Abkommen auf zuverlässige Sicherheitsgarantien. Damit soll vermieden werden, dass die Ukraine womöglich schon bald territoriale Zugeständnisse macht und unter Umständen irgendwann erneut von Russland angegriffen wird.

Auch fürchtet die Ukraine als angegriffenes Land nicht in die Verhandlungen einbezogen und bei einem Deal übergangen zu werden. Westliche Medien hierzulande bezeichneten das Spitzentreffen als "viel Lärm um nichts" und als reine Luftnummer, weil konkrete Ergebnisse ausblieben. NIchtsdestotrotz waren die Geschehnisse in Anchorage (Alaska) wohl eine Inszenierung zugunsten Russlands, weil Putin zeigen konnte, dass er zurück auf internationaler politischer Bühne ist - und das, obwohl es einen internationalen Haftbefehl gegen ihn gibt.

Putin schlug US Präsident Trump ein nächstes Treffen in Moskau vor - ohne konkrete Zusage oder Absage Trumps.
Am Montag möchte Trump sich nun mit Selensky im Weißen Haus treffen. Ihr letztes Gespräch dort endete allerdings mit einem Eklat. Daher wird der ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj wohl auch viel Verstärkung aus Europa mitbringen – darunter Kanzler Friedrich Merz (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte.

US Präsident Trump sieht sich in der Rolle des Vermittlers, er will Friedensstifter werden. Zugleich ist er allerdings auch Geschäftsmann, wie man weiß. Möglicherweise ist es seine Überlegung, nach Beendigung des Krieges und dem Wegfall der Sanktionen gegen Russland gute Geschäfte mit der Rohstoffgroßmacht machen zu können.


01.08.2025
Erneute Angriffe auf Kiew, 2 weitere
deutsche Patriot-Luftabwehrsysteme für die Ukraine
US-Präsident Trump hat Moskaus erneuten Angriff auf Kiew mit zahlreichen Toten als "widerwärtig" verurteilt. Die Zahl der Todesopfer der vorangegangenen Angriffe in Kiew ist derweil auf 31 gestiegen. Unter den Opfer sind Medienberichten zufolge auch fünf Kinder. Bei einem Raketenangriff war ein ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen worden. 159 Menschen hatten den Berichten zufolge bei den Angriffen auf Wohnhäuser Verletzungen erlitten. Die Bundeswehr beabsichtigt der Ukraine für ihre Verteidigung in den kommenden Tagen zwei weitere Patriot-Luftabwehrsysteme zu liefern.

US-Präsident Trump hatte Moskau am Dienstag eine neue Frist von zehn Tagen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs gesetzt und andernfalls mit Sanktionen gedroht. Der Kreml zeigt sich jedoch unbeindruckt. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte angesichts der anhaltenden russischen Angriffe mehr Waffen für die Ukraine und härtere Sanktionen gegen Russland. Diese, so die Außenbeauftragte, seien der schnellste Weg zur Beendigung des Krieges.



06.07.2025

Veränderte Taktik Russlands, Stellungskrieg
Die russische Armee hat ihre Taktik verändert. Sie verwendet derzeit weniger gepanzerter Fahrzeuge und Kampfpanzer und setzt mehr auf Angriffe mit einfachen Motorrädern.
Der Westen vermutet, dass Russland derzeit die Fahrzeuge bewusst zurückhält, um damit "im entscheidenden Moment Durchbrüche zu erzielen".

Insbesondere im Donbass, im Raum zwischen den Städten Pokrowsk und Kostjantyniwka und in Kupjansk versucht die russische Armee ihre Stellungen zu erweitern. In der Region Sumy, im Norden der Ukraine, ist der russische Vormarsch dem Anschein nach vollständig zum Erliegen gekommen. Russlands Plan bis auf etwa 20 Kilometer an die Großstadt Sumy heranzukommen und sie von dort mit Drohnen und Artillerie zu beschießen, scheint gescheitert. Das Tempo der russischen Vorstöße entlang der gesamten, mehr als 2000 Kilometer langen Front hat sich deutlich verlangsamt.


19.06.2025
Berichten zufolge bringen die Ukrainer im Donbass dür den Fall eines eiligen Rückzugs Sprengladungen an Brücken an. Sie sollen gesprengt werden, bevor die Russen nachrücken könnten. Doch russische Drohnen attackieren die Brücken von ukrainischer Seite ungewollt schon jetzt. Die Taktik, dem Gegner die Versorgung abzuschneiden, ist nicht neu und hat sich schon oft bewährt.

So versuchen die russischen Truppen immer wieder, die Brücken hinter den Ukrainern zu zerstören, um ukrainische Einheiten an der Frontlinie vom Nachschub abzuschneiden. Das Gelände dort im Süden ist von Flussläufen und Gewässern durchsetzt. Solange sich die ukrainischen Truppen noch jenseits der Flüsse befinden und diese Flüsse auch ständig überqueren müssen, beispielsweise mit Gerät, Munition, Lebensmitteln, aber auch mit Verwundeten, die von der Front abtransportiert werden, solange sind die Brücken über die Flüsse für die Logistik der Ukrainer sehr wichtig.

Längst ist das Gefechtsfeld gläsern, da es mittels Drohnen bis in den letzten Winkel aufgeklärt wird. Russische Truppen greifen ukrainisches Territorium immer wieder entlang der gesamten Front zwischen Sumy im Norden und Saporischschja im Süden an und versuchen dabei Kessel zu bilden. Von Slowjansk runter bis Pokrowsk, gleicht die Front immer mehr einer Wellenlinie, wobei die Wellenberge durch Vorstöße der Russen entstehen. So sind Torezk und Pokrowsk derzeit zwei von Einkesselung bedrohte Städte. Ziel der russischen Einheiten ist es wohl, den Ukrainern in diesen Kesseln die Logistik abzuschneiden und sie dann einzudrücken.

Bauteile von Drohnen werden immer häufiger in das gegnerische Land hineingeschmuggelt, zusammengebaut und dann aus dem gegnerischen Territorium heraus eingesetzt.

Mit Blick auf die Qualität glasfasergesteuerter Drohnen soll die russische Armee nach Ansicht von Markus Reisner, einem Oberst des Generalstabs im Österreichischen Bundesheer und dem Leiter des Institutes für Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Militärakademie der ukrainischen überlegen sein.

Laut einer Analyse des "Wall Street Journal" hat die russische Armee im Mai so viel Gebiet in Besitz genommen, wie in keinem anderen Monat seit dem Einmarsch der Russen im Februar 2022. Analysen zufolge nehmen die Russen teilweise an einem Tag 15 bis 20 Quadratkilometer ein. Auch ist wohl festzustellen, dass die Verlustzahlen für Streitkräfte und auch für schweres Gerät bei den russischen Truppen zurückgehen.

Gemäß einer militärischen Faustformel, so heißt es in Militärkreisen, benötigt der Angreifer auf "normalem" Ge-
lände Mensch und Material im Verhältnis 3 zu 1. Glaubt
man den Thinktanks im Internet so liegen die Russen
knapp darunter, was schlecht für die Ukraine ist bzw.
wäre. Schließlich bräuchten die Ukrainer ein deutlich
höheres Verhältnis von mindestens 4:1, besser 6 zu 1,
um einen wirklich massiven Abnutzungseffekt auf russi-
scher Seite zu erreichen. Auf diesem Niveau ist die russi-
sche Armee wohl in der Lage, noch einige Jahre durchzuhalten.


10.06.2025
Massive russische Luftangriffe haben zu Explosionen im Stadtgebiet Odessa geführt. Laut ukrainischen Angaben wurden dabei eine Entbindungsstation und eine Notaufnahme getroffen. Auch Kiew erlebte Berichten zufolge einen der massivsten Angriffe seit Kriegsausbruch.


08.06.2025
Erneute Angriffe auf Charkiw und Cherson
Russland hat bislang einen hohen Blutzoll zahlen müssen und seine Kriegsziele wohl weitestgehend verfehlt. Russlands Armee konnte auf dem Schlachtfeld bislang auch nicht nennenswert vorrücken. Russlands Territorialgewinne seit Anfang 2024 sind gering. Zugleich hat die russische Armee enorme Mengen an Ausrüstung verloren.

An der Donezk-Front sind die russischen Truppen seit
Anfang 2024 durchschnittlich nur 135 Meter pro Tag vorangekommen. In Gebieten wie Charkiw rückten sie im Durchschnitt sogar nur 50 Meter pro Tag vor.
Insgesamt eroberte Russland seit Anfang 2024 nur 5000 Quadratkilometer, deutlich weniger als ein Prozent des ukrainischen Territoriums. Laut einer Studie, die Verteidigungsexperten des US-Center for Strategic and International Studies (CSIS) erarbeitet haben, hat Russland bislang wohl 250.000 russische Soldaten in dem Krieg verloren. Etwa 700.000 russische Soldaten sollen verwundet worden sein. Die in der in der Ukraine getöteten und verwundeten Soldaten sind sicherlich nicht die Kinder der Eliten von Moskau und St. Petersburg, sondern stammen vielmehr aus dem hohen Norden, dem Fernen Osten und aus Gefängnissen Russlands, weswegen diese für Russland wohl entbehrlicher sind. So besteht für Russlands Präsident Putin weniger die Gefahr, dass die Gefallenen zum innenpolitischen Problem werden könnten.

Gemäß derselben Studie hat die Ukraine wohl 60.000 bis 100.000 gefallene Soldaten zu beklagen. 300.000 bis 340.000 ukraische Soldaten wurden der Studie nach verwundet.


07.06.2025
Erneute Angriffe auf Charkiw und Cherson
Die ukrainische Luftwaffe meldete am heutigen Sonntag den größten russischen Drohnenangriff seit Kriegsbeginn. Insgesamt soll Moskau 472 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt haben. Bei Angriffen auf Charkiw und Cherson kamen ukrainischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen gewaltsam ums Leben. Charkiws Bürgermeister sprach vom heftigsten Angriff seit Kriegsbeginn.

In Charkiw sollen drei Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden sein, wie der dortige Bürgermeister Ihor Terechow mitteilte. 18 Wohnblöcke und 13 Privathäuser wurden den Angaben zufolge beschädigt. Auch in den Regionen Odessa, Donezk und Dniprotetrowsk soll es ukrainischen Angaben zufolge russische Drohnen- und Raketenangriffe gegen haben.

Moskau sprach von einer Reaktion auf die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Militärstützpunkte.

Bei der vom ukrainischen Geheimdienst SBU koordinierten Aktion "Spinnennetz" am 1. Juni waren russische Kampfflugzeuge vom Typ "Tupolew Tu-95" und "Tu-22" sowie spezielle Frühwarnflugzeuge vom Typ "Berijew A-50" zerstört worden. Ukrainischen Angaben zufolge waren die Angriffe mehr als anderthalb Jahre vorbereitet worden. Die Angriffe hatten sich unter anderem gegen die russische Militärbasis in Belaja in Ostsibirien sowie gegen die Luftwaffen-Stützpunkte in Djagilewo, Iwanowo und in Olenia in der Region Murmansk in der russischen Arktis gerichtet. Während letztere Stützpunkte rund 1.900 Kilometer von der Ukraine entfernt liegen, befindet sich die russische Militärbasis in Belaja in Ostsibirien sogar rund 4.200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt in der Region Irkutsk.


21.05.2025
Große Differenzen im Umgang mit Russland zwischen den USA und den europäischen Staaten
Auch Monate nach Beginn der US-geführten Verhandlungen mit dem Ziel eines Waffenstillstandes zwischen den beiden Kriegsparteien gibt es in der Ukraine noch keinen Frieden. Auch ein offenbar geführtes Telefongespräch zwischen den Präsidenten der USA und Russlands blieb am Montag ohne konkretes Ergebnis. Während die Ukraine sowie zahlreiche europäische Staaten weitere Sanktionen gegen Russland befürworten, fordert Trump die Ukraine auf, einen Deal mit Russland einzugehen.


22.04.2025
Explosionen in russischem Waffendepot nahe Moskau
In einem großen Waffendepot in der Region Wladimir östlich von Moskau ist es offenbar zu einem Zwischenfall gekommen. Der Brand ist Berichten zufolge durch Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit explosivem Material ausgelöst worden und nicht durch einen ukranischen Drohnenangriff. Eine Kommission soll die genaue Brandursache in Barsowo klären. Bei dem Zwischenfall sind wohl große Mengen an Artilleriemunition detoniert.


15.04.2025
Ukranischer Drohnenangriff auf die Stadt Kursk
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurde offenbar ein mehrstöckiges Wohnhaus in Kursk beschädigt. Mehrere Wohnungen brannten aus. Die Bewohner des beschädigten Wohnhauses mussten evakuiert werden. Nach Angabe lokaler Behörden wurde mindestens ein Mensch getötet und mehrere weitere verletzt. Russland warf der Ukraine auch vor trotz eines mit den USA verhandleten Moratoriums Angriffe auf russische Energieanlagen vorgenommen zu haben.

Zwei Tage zuvor hatte ein russischer Raketenangriff in der nordostukrainischen Stadt Sumy über 30 Zivilisten getötet.
Ziel des Angriffs soll eine Ordensverleihung im Stadtzentrum gewesen sein. Nach dem verheerenden russischen Raketen-angriff auf das Stadtzentrum von Sumy war Kritik an dem dortigen Militärgouverneur, Wolodymyr Artjuch, laut geworden. Wenig später wurde dieser entlassen. Der 66-Jährige hatte das Amt des Gouverneurs knapp zwei Jahre lang inne.


13.04.2025
Massive russische Luftangriffe auf die Stadt Sumy
Die ukrainische Stadt Sumy wurde offenbar das Ziel russischer Luftangriffe. Die Rede ist von mehr als 30 Toten und mehr als 100 Verletzten. Laut dem geschäftsführenden Bürgermeister Artem Kobsar schlugen zwei ballistische Raketen im Zentrum der Stadt ein. Die USA kritisierten den Angriff scharf. Auch aus der EU gab es viel Kritik an den Luftschlägen.


weitere Informationen (Ukraine Krieg März 2025)>>


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Anmerkung :
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Brennpunkte des Weltgeschehens
Anders als andere Kriege auf der Welt, hat der Ukraine Krieg in den Medien seit Monaten größte Aufmerksamkeit. Berichte über andere Kriegsschauplätze sucht man in den Massenmedien dagegen zumeist vergebens, was hin- und wieder auch den Vorwurf von Einseitigkeit aufkommen lässt, denn unisono wird tagtäglich fast ausschließlich nur von dem Ukraine Krieg berichtet - im Fernsehen, im Internet, in Zeitungen und sonstigen Printmedien ebenso wie im Radio. Begründet wird die umfang-reiche Berichterstattung mit der geographischen Nähe der Ukraine vor den Toren der Europäischen Union und mit einem gemeinsamen kulturellen Erbe.

Auch ist die Ukraine seit Juni 2022 zusammen mit Moldau offizieller Beitrittskandidat der EU. Ende September beantragte die Ukraine gar den beschleunigten Nato-Beitritt.

Das ist wohl der Grund, warum der Ukraine Krieg so in den Vordergrund rückt, während andere militärische Konfliktherde in der täglichen Berichterstattung kaum Erwähnung finden.

Die Gründe für das weitgehende Schweigen zu anderen Kriegsschauplätzen sind wohl vielfältig. Hier spielen wohl auch geostrategische, militärische, ökonomische, finanzielle und politische Aspekte mit eine Rolle. Nichtsdestotrotz wäre es wohl auch dort sinnvoll, einmal genauer hinzuschauen, deren Verlauf zu verfolgen und die Kriegshintergründe zu analysieren.

Daher zumindest hier mal ein kurzer Hinweis auf den seit Jahren grausam geführten Jemen Krieg, den Krieg in der Region Tigray(Äthiopien), der als einer der grausamsten und tödlichsten weltweit gilt und den derzeitigen militärischen Konflikt zwischen Aserbaidschan & Armenien sowie die Kriege an vielen anderen Orten der Welt. Nicht selten spricht man auch von vergessenen Kriegen, weil dort die ebenso von Krieg geplagten Menschen medial weitestgehend im Stich gelassen werden. Aber

Die Erfahrung zeigt, dass wenn von Kriegen nicht oder nur spärlich berichtet wird, oft auch keine Hilfe von der Weltgemein-schaft zu erwarten ist, anders als bei militärischen Konflikten, die im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen- ungerecht wie so mancher es möglicherweise empfinden mag.

Die Ukraine Krise 2014. Die Anfänge des Konflikts in der Chronologie:

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Linkverweise:
Habsburgs Ukraine (welt.de)


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